Rechtssatz RS0080130
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0080130
Entscheidungsdatum
22.10.2025
Rechtssatz
Der Agent muss nicht überprüfen, ob die Versicherungsbedingungen das erkennbare Versicherungsbedürfnis voll abdecken. Der Versicherungsnehmer muss vielmehr die von ihm für aufklärungsbedürftig erachteten Punkte bezeichnen oder erkennbar eine irrige Vorstellung haben.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 14/90
Entscheidungstext OGH 25.04.1990 7 Ob 14/90
Veröff: SZ 63/64 = VersR 1991,486 = VersRdSch 1991,255 = RdW 1992,13
- 7 Ob 224/05z
Entscheidungstext OGH 19.10.2005 7 Ob 224/05z
Beisatz: Eine Aufklärungspflicht besteht speziell etwa über einen Risikoausschluss, wenn erkennbar ist, dass der Versicherungsnehmer den Versicherungsschutz gerade für ein Ausschlussrisiko anstrebt. (T1)
- 7 Ob 49/06s
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 49/06s
nur: Der Agent muss nicht überprüfen, ob die Versicherungsbedingungen das erkennbare Versicherungsbedürfnis voll abdecken. (T2); Beisatz: Doch muss der Agent Fehlvorstellungen, die der Versicherungsnehmer über den Deckungsumfang äußert, richtigstellen. (T3)
- 7 Ob 94/09p
Entscheidungstext OGH 28.10.2009 7 Ob 94/09p
Beis wie T3; Beisatz: Hier: Unterlassener Hinweis des Versicherungsagenten auf die Unterversicherung (Art 10 ABS; LAEFLS Fassung 1/2003). (T4)
- 7 Ob 72/11f
Entscheidungstext OGH 31.08.2011 7 Ob 72/11f
Beisatz: Hier: Nachvertragliche Warn- bzw Aufklärungspflicht. (T5); Veröff: SZ 2011/112
- 7 Ob 190/11h
Entscheidungstext OGH 21.12.2011 7 Ob 190/11h
- 7 Ob 100/11y
Entscheidungstext OGH 28.03.2012 7 Ob 100/11y
- 7 Ob 103/25k
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 22.10.2025 7 Ob 103/25k
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0080130
Zuletzt aktualisiert am
29.12.2025
Dokumentnummer
JJR_19900425_OGH0002_0070OB00014_9000000_002