Rechtssatz RS0081028
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0081028
Geschäftszahl
7Ob179/73; 7Ob252/74; 7Ob18/76; 7Ob71/77; 7Ob4/78; 7Ob35/78; 7Ob30/79; 7Ob2/80; 7Ob42/80; 7Ob28/81; 7Ob3/82; 7Ob52/82; 7Ob15/86; 7Ob25/93; 7Ob2146/96f; 7Ob114/99m; 7Ob240/99s
Entscheidungsdatum
27.10.1999
Norm
AKHB Art8 Abs2 Z2
AKIB Art6 Abs2 Z2
Rechtssatz
Die Verweigerung der Blutabnahme bei Verdacht, daß sich der Lenker in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befindet, verwirklicht im allgemeinen den Tatbestand der Obliegenheitsverletzung nach Art 8 Abs 2 Z 2 AKHB, weil der Grad der Trunkenheit für die Aufklärung des Sachverhaltes und die Entschließung des Versicherers, Deckung zu gewähren oder abzulehnen, von entscheidender Bedeutung ist. Der Versicherer hat die Verweigerung der Blutabnahme, der Versicherungsnehmer aber die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise dennoch vorhandene Leistungspflicht des Versicherers nachzuweisen.Die Verweigerung der Blutabnahme bei Verdacht, daß sich der Lenker in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befindet, verwirklicht im allgemeinen den Tatbestand der Obliegenheitsverletzung nach Artikel 8, Absatz 2, Ziffer 2, AKHB, weil der Grad der Trunkenheit für die Aufklärung des Sachverhaltes und die Entschließung des Versicherers, Deckung zu gewähren oder abzulehnen, von entscheidender Bedeutung ist. Der Versicherer hat die Verweigerung der Blutabnahme, der Versicherungsnehmer aber die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise dennoch vorhandene Leistungspflicht des Versicherers nachzuweisen.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 179/73
Entscheidungstext OGH 17.10.1973 7 Ob 179/73
Veröff: SZ 46/104 = EvBl 1974/68 S 157 = ZVR 1974/119 S 185 = VersRdSch 1974,129 = VersR 1974,1039
- 7 Ob 252/74
Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 252/74
nur: Die Verweigerung der Blutabnahme bei Verdacht, daß sich der Lenker in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befindet, verwirklicht im allgemeinen den Tatbestand der Obliegenheitsverletzung nach Art 8 Abs 2 Z 2 AKHB. (T1) Beisatz: Hier: Art 6 Abs 2 Z 2 AKIB (T2) Veröff: VersRdSch 1976,54 = VersR 1975,1168 = ZVR 1975/225 S 311
- 7 Ob 18/76
Entscheidungstext OGH 18.03.1976 7 Ob 18/76
Veröff: ZVR 1978/267 S 305 (mit zustimmender Anmerkung von Migsch)
- 7 Ob 71/77
Entscheidungstext OGH 12.01.1978 7 Ob 71/77
Beisatz: Alkotest (T3) Veröff: VersR 1978,728
- 7 Ob 4/78
Entscheidungstext OGH 02.03.1978 7 Ob 4/78
Veröff: ZVR 1978/327 S 376
- 7 Ob 35/78
Entscheidungstext OGH 22.06.1978 7 Ob 35/78
- 7 Ob 30/79
Entscheidungstext OGH 28.06.1979 7 Ob 30/79
Veröff: VersR 1981,591
- 7 Ob 2/80
Entscheidungstext OGH 31.01.1980 7 Ob 2/80
Auch; nur T1; Veröff: SZ 53/22
- 7 Ob 42/80
Entscheidungstext OGH 28.08.1980 7 Ob 42/80
nur T1
- 7 Ob 28/81
Entscheidungstext OGH 25.06.1981 7 Ob 28/81
nur T1; Beisatz: Verweigerung der klinischen Untersuchung. (T4) Veröff: ZVR 1982/364 S 301
- 7 Ob 3/82
Entscheidungstext OGH 18.02.1982 7 Ob 3/82
Auch; nur T1; Veröff: ZVR 1983/60 S 82
- 7 Ob 52/82
Entscheidungstext OGH 14.10.1982 7 Ob 52/82
Auch; Veröff: ZVR 1983/348 S 378 = VersR 1984,975
- 7 Ob 15/86
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 7 Ob 15/86
nur: Die Verweigerung der Blutabnahme bei Verdacht, daß sich der Lenker in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand befindet, verwirklicht im allgemeinen den Tatbestand der Obliegenheitsverletzung nach Art 8 Abs 2 Z 2 AKHB, weil der Grad der Trunkenheit für die Aufklärung des Sachverhaltes und die Entschließung des Versicherers, Deckung zu gewähren oder abzulehnen, von entscheidender Bedeutung ist. (T5) Beisatz: Über die Rechtspflicht zur Blutabnahme nach § 5 Abs 6 StVO hinaus. (T6) Veröff: SZ 59/59 = EvBl 1987/57 S 247 = ZVR 1987/115 S 343 = VersR 1987,1104 = VersRdSch 1987,68 = RZ 1987/7 S 43
- 7 Ob 25/93
Entscheidungstext OGH 13.10.1993 7 Ob 25/93
nur T1; Beis wie T6; Veröff: VersR 1994,963 = VersRdSch 1994,214 = VersR 1994,154
- 7 Ob 2146/96f
Entscheidungstext OGH 17.07.1996 7 Ob 2146/96f
Vgl auch
- 7 Ob 114/99m
Entscheidungstext OGH 09.06.1999 7 Ob 114/99m
nur T1
- 7 Ob 240/99s
Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 240/99s
Vgl auch; Beisatz: Bereits ein Alkoholisierungssymptom für sich allein rechtfertigt die Vermutung einer Alkoholbeeinträchtigung, dies gilt insbesondere für Alkoholgeruch aus dem Munde. (T7)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0081028
Dokumentnummer
JJR_19731017_OGH0002_0070OB00179_7300000_001