Rechtssatz RS0087762
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0087762
Entscheidungsdatum
19.10.1993
Norm
SGG §12 Abs1 IG
SGG §16
Rechtssatz
Aus der Subsidiaritätsklausel im § 16 Abs 1 SGG folgt, daß eine Beurteilung des Erwerbs und Besitzes von Suchtgift als Vergehen nach § 16 Abs 1 SGG neben dem Verbrechenstatbestand des § 12 Abs 1 SGG ausgeschlossen ist, wenn das betreffende, vom Täter erworbene und in seinem Besitz gewesene Rauschgift zu dem schon vom Schuldspruch nach § 12 Abs 1 SGG erfaßten Suchtgift gehörte.Aus der Subsidiaritätsklausel im Paragraph 16, Absatz eins, SGG folgt, daß eine Beurteilung des Erwerbs und Besitzes von Suchtgift als Vergehen nach Paragraph 16, Absatz eins, SGG neben dem Verbrechenstatbestand des Paragraph 12, Absatz eins, SGG ausgeschlossen ist, wenn das betreffende, vom Täter erworbene und in seinem Besitz gewesene Rauschgift zu dem schon vom Schuldspruch nach Paragraph 12, Absatz eins, SGG erfaßten Suchtgift gehörte.
Entscheidungstexte
- 13 Os 129/88
Entscheidungstext OGH 22.09.1988 13 Os 129/88
- 12 Os 36/91
Entscheidungstext OGH 20.06.1991 12 Os 36/91
Vgl auch
- 13 Os 136/92
Entscheidungstext OGH 11.02.1993 13 Os 136/92
- 12 Os 122/92
Entscheidungstext OGH 18.03.1993 12 Os 122/92
Vgl; Beisatz: Nach der Einfuhr - § 12 Abs 1 SGG - einer Suchtgiftmenge ist zwar deren Besitz, nicht aber das Überlassen von (jeweils geringen) Suchtgiftmengen straflos. (T1)
- 11 Os 147/93
Entscheidungstext OGH 19.10.1993 11 Os 147/93
Beisatz: Der unbefugte Erwerb und Besitz von Suchtgift ist als notwendige Vorphase eines durch § 12 SGG erfaßten Folgeverhaltens infolge der Subsidiaritätsklausel des § 16 SGG nicht selbständig strafbar. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0087762
Dokumentnummer
JJR_19880922_OGH0002_0130OS00129_8800000_002