Rechtssatz RS0091187
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0091187
Entscheidungsdatum
22.07.2015
Rechtssatz
Dieser Erschwerungsgrund erfaßt die Begehung mehrerer strafbarer Handlungen (nicht bloß Delikte), sodaß gesondert eine "Wiederholung" als erschwerend nicht gewertet werden kann.
Entscheidungstexte
- 13 Os 116/76
Entscheidungstext OGH 16.09.1976 13 Os 116/76
- 13 Os 18/79
Entscheidungstext OGH 01.03.1979 13 Os 18/79
Ähnlich; Beisatz: Die Begehung mehrerer strafbarer Handlungen derselben und verschiedener Art ist ein Erschwerungsgrund. (T1)
- 11 Os 129/80
Entscheidungstext OGH 24.09.1980 11 Os 129/80
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: § 33 Z 1 StGB enthält eine Aufzählung mehrerer Erschwerungsumstände. (T2)
- 12 Os 147/81
Entscheidungstext OGH 29.10.1981 12 Os 147/81
Ähnlich; Beis wie T1
- 12 Os 5/82
Entscheidungstext OGH 11.03.1982 12 Os 5/82
Vgl auch; Beis wie T1
- 9 Os 64/84
Entscheidungstext OGH 19.06.1984 9 Os 64/84
Vgl auch
- 10 Os 104/85
Entscheidungstext OGH 10.09.1985 10 Os 104/85
Ausdrücklich gegenteilig
- 10 Os 142/85
Entscheidungstext OGH 17.12.1985 10 Os 142/85
Ausdrücklich gegenteilig
- 9 Os 174/85
Entscheidungstext OGH 11.12.1985 9 Os 174/85
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Das Zusammentreffen strafbarer Handlungen verschiedener Art, die Wiederholung von Straftaten derselben Art und die mehrfache Qualifikation einzelner Delikte stellen jeweils eigene Erschwerungsumstände dar. (T3)
- 12 Os 128/90
Entscheidungstext OGH 08.11.1990 12 Os 128/90
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Der lange Deliktszeitraum und die Wiederholung von einzelnen Beischlafshandlungen an zwei Geschwistern können neben dem Zusammentreffen von Verbrechen und Vergehen als Erschwerungsumstände gewertet werden, weil § 33 Z 1 StGB mehrere eigene Erschwerungsumstände (argumento: oder) aufzählt, die verschiedene Kriterien einer gesteigerten Schuld (demonstrativ) aufzeigen. (T4)
- 12 Os 54/93
Entscheidungstext OGH 24.06.1993 12 Os 54/93
Vgl; Beisatz: Wenngleich das Zusammentreffen von strafbaren Handlungen verschiedener Art und die Wiederholung von Taten derselben Art nur unter einen einzigen Erschwerungsgrund (§ 33 Z 1 StGB) zu subsumieren sind, ändert dies der Sache nach daran nichts, daß dann, wenn beide Varianten gegeben sind, diesem Erschwerungsgrund erhöhtes Gewicht zukommt. (T5)
- 12 Os 135/94
Entscheidungstext OGH 15.12.1994 12 Os 135/94
Vgl; Beis wie T5
- 11 Os 22/05b
Entscheidungstext OGH 03.05.2005 11 Os 22/05b
Vgl; Beis wie T5
- 11 Os 27/05p
Entscheidungstext OGH 03.05.2005 11 Os 27/05p
Vgl; Beis ähnlich wie T5
- 11 Os 120/06s
Entscheidungstext OGH 19.12.2006 11 Os 120/06s
Vgl; Beis wie T5
- 14 Os 82/12h
Entscheidungstext OGH 28.08.2012 14 Os 82/12h
Vgl; Beisatz: Die Wertung sowohl des Zusammentreffens strafbarer Handlungen verschiedener Art als auch der Wiederholung gleichartiger strafbarer Handlungen als erschwerend verstößt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot. (T6)
- 12 Os 157/12y
Entscheidungstext OGH 13.12.2012 12 Os 157/12y
Vgl; Vgl auch Beis wie T5
- 15 Os 77/15k
Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 77/15k
Auch; Beisatz: Hier: Die erschwerende Wertung des „Todes zweier Opfer“ und des ‑ jeweils bezifferten ‑ Zusammentreffens von Vergehen mit Verbrechen bewirkt der Sache nach nur die kumulativ aggravierende Wertung gleichartiger und ungleichartiger Deliktskonkurrenz. (T7)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0091187
Zuletzt aktualisiert am
08.09.2015
Dokumentnummer
JJR_19760916_OGH0002_0130OS00116_7600000_002