Rechtssatz RS0106894
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0106894
Entscheidungsdatum
23.06.2021
Rechtssatz
Ein Verschulden wegen Unterlassung entsprechender Behauptungen im Vorprozeß oder wegen Unterlassung der Namhaftmachung von Beweismitteln kann immer nur dann angenommen werden, wenn die Bedeutung der Tatsachen oder Beweismittel ohne weiteres erkennbar gewesen wäre.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 2159/96k
Entscheidungstext OGH 18.12.1996 6 Ob 2159/96k
- 1 Ob 375/97x
Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 375/97x
Vgl auch
- 3 Ob 186/04f
Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 186/04f
Vgl auch; Beisatz: Stammt ein Umstand, der belegen soll, dass ein Gutachten im wiederaufzunehmenden Verfahren auf einer unvollständigen Entscheidungsgrundlage beruhte, (allein) aus der Sphäre des Wiederaufnahmsklägers, dann gehört es bei richtiger Auslegung des § 536 Z 3 ZPO zu seinen Pflichten, auch zu behaupten und zu beweisen, weshalb er dieses Beweismittel nicht schon früher benützen hätte können und damit die Notfrist des § 530 Abs 2 ZPO bei Klagseinbringung noch offen gestanden sei. (T1)
- 10 Ob 12/09a
Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 Ob 12/09a
Beisatz: Hier: Abänderungsantrag nach § 73 Abs 1 Z 6 AußStrG. (T2); Beisatz: An die von einem Rechtsanwalt vertretene Partei ist ein strenger Maßstab anzulegen. Die Grenze bildet aber auch hier die Anwendung der zumutbaren Sorgfalt. (T3); Veröff: SZ 2009/65
- 3 Ob 60/14s
Entscheidungstext OGH 30.04.2014 3 Ob 60/14s
Auch; Beis wie T1
- 4 Ob 93/14a
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 93/14a
Auch
- 6 Ob 95/21w
Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 95/21w
- 1 Ob 106/21a
Entscheidungstext OGH 22.06.2021 1 Ob 106/21a
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106894
Zuletzt aktualisiert am
26.08.2021
Dokumentnummer
JJR_19961218_OGH0002_0060OB02159_96K0000_001