Rechtssatz RS0109703
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0109703
Entscheidungsdatum
16.05.2023
Rechtssatz
Trotz der Abweisung des Hauptbegehrens hat der Kläger vollen Kostenersatzanspruch, wenn er mit den Eventualbegehren durchdringt und beide Begehren auf derselben materiellrechtlichen Grundlage gestellt wurden.
Anmerkung
Zur jüngeren gegenteiligen Rechtsprechung siehe RS0110839.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 335/97a
Entscheidungstext OGH 26.02.1998 6 Ob 335/97a
Veröff: SZ 71/42
- 7 Ob 38/98h
Entscheidungstext OGH 19.05.1998 7 Ob 38/98h
- 3 Ob 84/97t
Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 84/97t
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Wird das Hauptbegehren abgewiesen, dem Eventualbegehren aber stattgegeben, ist entgegen 6 Ob 335/97a immer § 43 ZPO anzuwenden. Die Voraussetzungen nach § 43 Abs 2 ZPO sind in einem solchen Fall dann gegeben, wenn der Verfahrensaufwand, der zur Prüfung der Berechtigung des Hauptbegehrens erforderlich war, auch für die Beurteilung des Eventualbegehrens verwertet werden konnte, die materiell-rechtliche Grundlage ident war und mit dem Eventualbegehren annähernd der gleiche wirtschaftliche Erfolg wie bei Stattgebung des Hauptbegehrens erreicht wurde. (T1)
- 9 ObA 193/00y
Entscheidungstext OGH 18.10.2000 9 ObA 193/00y
Beisatz: Die Voraussetzungen nach § 43 Abs 2 ZPO sind dann gegeben, wenn der Verfahrensaufwand, der zur Prüfung der Berechtigung des Hauptbegehrens erforderlich war, auch für die Beurteilung des Eventualbegehrens verwertet werden konnte, die materiell-rechtliche Grundlage ident war und mit dem Eventualbegehren annähernd der gleiche wirtschaftliche Erfolg wie bei Stattgebung des Hauptbegehrens erreicht wurde. (T2)
- 9 ObA 94/06y
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 ObA 94/06y
Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T1
- 9 ObA 14/08m
Entscheidungstext OGH 03.03.2008 9 ObA 14/08m
Vgl auch; Beisatz: Nach der Rechtsprechung sind die Voraussetzungen nach § 43 Abs 2 ZPO dann gegeben, wenn der Verfahrensaufwand, der zur Prüfung der Berechtigung des Hauptbegehrens erforderlich war, auch für die Beurteilung des Eventualbegehrens verwertet werden konnte, die materiell-rechtliche Grundlage ident war und mit dem Eventualbegehren annähernd der gleiche wirtschaftliche Erfolg wie bei Stattgebung des Hauptbegehrens erreicht wurde. (T3)
- 4 Ob 248/07k
Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 248/07k
Gegenteilig; Beis wie T1
- 4 Ob 101/09w
Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 101/09w
Vgl aber
- 5 Ob 184/10k
Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 184/10k
Vgl aber; Beisatz: Bei Abweisung des Hauptbegehrens und Stattgebung des Eventualbegehrens ist immer § 43 ZPO anzuwenden. (T4)
- 2 Ob 230/10b
Entscheidungstext OGH 29.03.2011 2 Ob 230/10b
Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
- 2 Ob 196/11d
Entscheidungstext OGH 22.12.2011 2 Ob 196/11d
Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
- 2 Ob 30/11t
Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
Vgl; Beis wie T2
- 4 Ob 161/12y
Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 161/12y
Gegenteilig; Beis wie T1
- 6 Ob 57/20f
Entscheidungstext OGH 15.09.2020 6 Ob 57/20f
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
- 2 Ob 59/23z
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 2 Ob 59/23z
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109703
Zuletzt aktualisiert am
21.06.2023
Dokumentnummer
JJR_19980226_OGH0002_0060OB00335_97A0000_007