Rechtssatz RS0109924
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0109924
Entscheidungsdatum
13.10.2011
Rechtssatz
Ein telegraphischer Rekurs, der nicht innerhalb der gesetzlichen Frist schriftlich bestätigt wurde, ist als nullum nicht in Behandlung zu ziehen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 539/53
Entscheidungstext OGH 24.06.1953 1 Ob 539/53
Veröff: SZ 26/163
- 9 Os 175/60
Entscheidungstext OGH 29.06.1960 9 Os 175/60
Veröff: SSt 31/69
- 2 Ob 123/73
Entscheidungstext OGH 25.03.1974 2 Ob 123/73
Vgl aber; Verstärkter Senat; Beisatz: a) Die in § 20 Abs 3 BStG vorgesehene Anrufung des Gerichtes kann auch mittels Telegrammes im Sinne des § 89 GOG erfolgen. b) Der hiefür in § 60 Abs 1 Geo vorgesehene Wiederholungsschriftsatz und Bestätigungsschriftsatz ist wirksam, wenn er ohne unnötigen Aufschub eingebracht wurde. c) Dieser Wiederholungsschriftsatz und Bestätigungsschriftsatz kann auch nach Ablauf der Frist eingebracht werden, doch muss dies jedenfalls ohne unnötigen Aufschub geschehen. Anmerkung: Der letzte Halbsatz "doch muss dies jedenfalls ohne unnötigen Aufschub geschehen" findet in der Entscheidung keine Deckung (Verfügung des Präsidenten des OGH vom 3.3.1977 in 2 Ob 123/73). (T1) Veröff: SZ 47/35 = EvBl 1974/186 S 402 = JBl 1974,433 = RZ 1974/86 S 170
- 1 Ob 647/77
Entscheidungstext OGH 31.08.1977 1 Ob 647/77
Vgl aber; Beisatz: Einwendungen gegen eine Aufkündigung. (T2)
- 1 Ob 525/93
Entscheidungstext OGH 02.07.1993 1 Ob 525/93
Vgl; Veröff: WoBl 1994,70 (Würth)
- 1 Ob 41/99g
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 41/99g
Vgl; Beisatz: Das Fehlen der anwaltlichen Originalunterschrift auf einer Telefaxklage bedarf als Formgebrechen der Einleitung eines Verbesserungsverfahrens. Wird einem solchen Verbesserungsauftrag nicht fristgerecht entsprochen, ist die Klage zurückzuweisen. (T3); Veröff: SZ 72/75
- 6 Ob 42/00w
Entscheidungstext OGH 24.02.2000 6 Ob 42/00w
Vgl aber; Beisatz: Hier: Rekurs mittels Telefax; Verbesserungsverfahren ist unter Fristsetzung einzuleiten. (T4)
- 5 Ob 288/01s
Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 288/01s
Vgl aber; Beisatz: Eingaben mittels Telefax sind in analoger Anwendung des § 89 Abs 3 GeoG zulässig und fristenwahrend, wenn sie durch Beibringung einer gleichlautenden und mit eigenhändiger Unterschrift des Einschreiters versehenen Ablichtung verbessert werden, weil die auf dem Telefax aufscheinende fernkopierte Unterschrift dem § 75 Z 3 ZPO nicht entspricht. Andernfalls wäre ein Verbesserungsverfahren einzuleiten. (T5)
- 5 Ob 154/02m
Entscheidungstext OGH 27.08.2002 5 Ob 154/02m
Vgl aber
- 1 Ob 153/02k
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 153/02k
Vgl; Beis wie T5; Veröff: SZ 2003/27
- 7 Ob 135/06p
Entscheidungstext OGH 05.07.2006 7 Ob 135/06p
Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verfahrenshilfeantrag. Keine Unterbrechung der Rechtsmittelfrist gemäß § 7 Abs 2 AußStrG 2005 bei Nichtbefolgung des Verbesserungsauftrages. (T6)
- 2 Ob 141/07k
Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 141/07k
Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6
- 1 Ob 199/11p
Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 199/11p
Vgl aber; Beis wie T5; Beis wie T6
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0109924
Zuletzt aktualisiert am
04.11.2011
Dokumentnummer
JJR_19530624_OGH0002_0010OB00539_5300000_001