Rechtssatz RS0111715
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0111715
Entscheidungsdatum
24.06.2026
Norm
EuGVÜ Art17 Abs1
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art23 Abs1
EuGVVO 2012 Art25
LGVÜ Art17 Abs1
Rechtssatz
Dem Schriftformerfordernis wird auch durch Bezugnahme auf Allgemeine Geschäftsbedingungen, in denen eine Gerichtsstandsklausel enthalten ist, entsprochen, wenn der Vertragstext ausdrücklich auf die AGB Bezug nimmt.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 41/99i
Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 41/99i
Veröff: SZ 72/37
- 3 Ob 60/99s
Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 60/99s
- 1 Ob 358/99z
Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 358/99z
Vgl auch; Beisatz: Im Anwendungsbereich des LGVÜ ist das Schriftlichkeitsgebot nach Art 17 Abs 1 lit a erster Fall LGVÜ jedenfalls dann nicht im Sinn der "Unterschriftlichkeit" zu verstehen, wenn in der die Gerichtsstandsvereinbarung enthaltenden einheitlichen Urkunde zwar die Unterschrift jenes Teils fehlt, von dem die Urkunde ausgestellt wurde, dessen Identität aber feststeht, die Urkunde jedoch vom anderen Teil im Sinne der Zustimmung unterfertigt ist. (T1)
Veröff: SZ 73/76
- 7 Ob 320/00k
Entscheidungstext OGH 30.03.2001 7 Ob 320/00k
Auch; Beisatz: Hier: Art 17 Abs 1 EuGVÜ. (T2)
- 1 Ob 63/03a
Entscheidungstext OGH 18.11.2003 1 Ob 63/03a
Beisatz: Hier: Art 23 Abs 1 EuGVVO. (T3)
- 5 Ob 233/05h
Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 233/05h
Beis wie T2
- 2 Ob 280/05y
Entscheidungstext OGH 07.02.2007 2 Ob 280/05y
Auch; Beisatz: Durch die Paraphierung direkt unter die Fußzeile mit dem Hinweis auf die Allgemeinen Bedingungen und den Gerichtsstand wurde die darin enthaltene Gerichtsstandvereinbarung zur Kenntnis genommen. Von einer unbemerkten Aufnahme der Gerichtsstandvereinbarung kann, da die Absicht des Vertragspartners, Verträgen grundsätzlich ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugrundezulegen, der Klägerin auf Grund der seit 2002 bestandenen Geschäftsbeziehung nicht verborgen geblieben sein konnte, keine Rede sein. (T4)
Beisatz: Die in der Rechtsprechung des EuGH zu Art 17 EuGVÜ entwickelten Kriterien sind auch auf Art 23 EuGVVO zu übertragen. (T5)
- 2 Ob 159/08h
Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 159/08h
Vgl
- 10 Ob 9/11p
Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 Ob 9/11p
Auch
- 9 Ob 19/11a
Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 19/11a
Vgl auch
- 1 Ob 98/11k
Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 98/11k
Beis wie T3
- 3 Ob 200/12a
Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 200/12a
Auch; Beis wie T1
- 9 Ob 68/16i
Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 Ob 68/16i
Beisatz: Dies gilt auch im Fall eines mündlich geschlossenen Vertrages, wenn die schriftliche Bestätigung durch einen Vertragspartner, der dessen AGB beigefügt sind, vom anderen Vertragspartner schriftlich angenommen worden ist. (T6)
- 7 Ob 183/17p
Entscheidungstext OGH 24.01.2018 7 Ob 183/17p
- 6 Ob 120/19v
Entscheidungstext OGH 24.09.2019 6 Ob 120/19v
- 10 Nc 3/22f
Entscheidungstext OGH 29.03.2022 10 Nc 3/22f
- 1 Ob 38/22b
Entscheidungstext OGH 23.03.2022 1 Ob 38/22b
- 1 Ob 79/26p
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.06.2026 1 Ob 79/26p
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111715
Zuletzt aktualisiert am
28.07.2026
Dokumentnummer
JJR_19990225_OGH0002_0020OB00041_99I0000_002