Rechtssatz RS0114745
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0114745
Entscheidungsdatum
10.04.2018
Rechtssatz
Nach der laut BGBl I 1998/153 mit Wirksamkeit ab 1. Oktober 1998 normierten Bestimmung des § 58 Abs 3 Z 3 StGB wird die Zeit bis zur Erreichung der Volljährigkeit des Verletzten einer strafbaren Handlung nach §§ 201, 202, 205, 206, 207, 212 oder 213 StGB in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet. Diese Regelung ist auch auf vor ihrem Inkrafttreten begangene Straftaten anzuwenden, wenn deren Strafbarkeit im Zeitpunkt des Geltungsbeginns der neuen Bestimmung noch nicht erloschen ist.Nach der laut BGBl römisch eins 1998/153 mit Wirksamkeit ab 1. Oktober 1998 normierten Bestimmung des Paragraph 58, Absatz 3, Ziffer 3, StGB wird die Zeit bis zur Erreichung der Volljährigkeit des Verletzten einer strafbaren Handlung nach Paragraphen 201, 202, 205, 206, 207, 212, oder 213 StGB in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet. Diese Regelung ist auch auf vor ihrem Inkrafttreten begangene Straftaten anzuwenden, wenn deren Strafbarkeit im Zeitpunkt des Geltungsbeginns der neuen Bestimmung noch nicht erloschen ist.
Entscheidungstexte
- 12 Os 12/01
Entscheidungstext OGH 15.02.2001 12 Os 12/01
- 14 Os 111/02
Entscheidungstext OGH 12.11.2002 14 Os 111/02
Auch; Beisatz: Die Übergangsbestimmung des Art V Abs 3 des Strafrechtsänderungsgesetzes 1998 steht nicht im Widerspruch zu Art 7 Abs 1 MRK, der nur die Verurteilung wegen einer Handlung oder Unterlassung, die zur Zeit ihrer Begehung nicht strafbar war, und die Verhängung einer höheren Strafe als die im Zeitpunkt der Begehung angedrohte Strafe, nicht aber eine Änderung betreffend den Lauf von Verjährungsfristen verbietet. (T1)
- 12 Os 72/03
Entscheidungstext OGH 31.07.2003 12 Os 72/03
Auch
- 12 Os 95/03
Entscheidungstext OGH 11.12.2003 12 Os 95/03
Auch
- 13 Os 49/05p
Entscheidungstext OGH 27.07.2005 13 Os 49/05p
Vgl auch; Beis wie T1
- 11 Os 35/05i
Entscheidungstext OGH 23.08.2005 11 Os 35/05i
Auch; Beisatz: Eine bereits vor dem 1. Juli 2001 (gemäß § 21 Abs 2 erster Halbsatz ABGB in der vor diesem Zeitpunkt in Geltung gestandenen Fassung) eingetretene Volljährigkeit bleibt von den folgenden Gesetzesänderungen unberührt. Ist also ein Verletzter (§ 58 Abs 3 Z 3 StGB) vor dem 1. Juli 2001 mit Vollendung des 19. Lebensjahres volljährig geworden, ist nach § 58 Abs 3 Z 3 StGB die bis zu diesem Zeitpunkt verstrichene Zeit in die Verjährungsfrist nicht einzurechnen. (T2)
- 15 Os 105/05p
Entscheidungstext OGH 13.10.2005 15 Os 105/05p
Auch; Beis wie T1
- 13 Os 111/06g
Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 111/06g
Auch; Beis wie T1
- 14 Os 128/08t
Entscheidungstext OGH 23.09.2008 14 Os 128/08t
Vgl
- 15 Os 27/10z
Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 27/10z
Auch
- 14 Os 149/10h
Entscheidungstext OGH 28.12.2010 14 Os 149/10h
- 11 Os 158/17w
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 11 Os 158/17w
Vgl auch; Beisatz: § 58 Abs 3 Z 3 StGB ist auch in der Fassung BGBl I 2009/40 auf vor seinem Inkrafttreten (1. Juni 2009) begangene Taten anzuwenden, sofern die Strafbarkeit zu diesem Zeitpunkt nicht bereits erloschen war (Art XIV Abs 2 2. GeSchG). (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0114745
Zuletzt aktualisiert am
09.05.2018
Dokumentnummer
JJR_20010215_OGH0002_0120OS00012_0100000_001