Rechtssatz RS0119339
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0119339
Entscheidungsdatum
24.03.2023
Rechtssatz
Bezieht sich der Revisionswerber ausdrücklich auf bestimmte Feststellungen, dann ist der Revisionsgegner dazu verhalten, diese ihm nachteiligen Feststellungen beziehungsweise die Nichterledigung seiner Beweisrüge in seiner Berufung in der Revisionsbeantwortung zu rügen; andernfalls ist von den getroffenen Feststellungen auszugehen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 259/03z
Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 259/03z
- 2 Ob 286/05f
Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 286/05f
Vgl auch; Beisatz: Die in erster Instanz obsiegende Partei ist gehalten, primäre Verfahrensmängel und ihr nachteilige Feststellungen-sei es wegen unrichtiger Beweiswürdigung, sei es wegen Aktenwidrigkeit-in der Berufungsbeantwortung zu rügen, sofern sich der Berufungswerber ausdrücklich auf Feststellungen des Erstgerichtes bezieht. (T1)
- 1 Ob 134/07y
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 134/07y
Vgl auch; Beisatz: Auch der in erster Instanz erfolgreiche Berufungsgegner muss ihm im Falle einer abweichenden Rechtsansicht der Rechtsmittelinstanzen nachteilige Feststellungen, auf die sich der Berufungswerber beruft, in der Berufungsbeantwortung bekämpfen, sollen sie dem endgültigen Urteil nicht zu Grunde gelegt werden. (T2)
Veröff: SZ 2007/162
- 3 Ob 87/10f
Entscheidungstext OGH 04.08.2010 3 Ob 87/10f
Auch
- 10 Ob 70/14p
Entscheidungstext OGH 30.07.2015 10 Ob 70/14p
Vgl auch
- 1 Ob 33/16h
Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 33/16h
Beis wie T1
- 2 Ob 99/16x
Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 99/16x
Auch; Veröff: SZ 2017/53
- 6 Ob 206/16m
Entscheidungstext OGH 27.04.2017 6 Ob 206/16m
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Die Beklagte konnte sich in ihrer Berufung auf keine Feststellungen zu einem Irrtum des Klägers beim Vergleichsabschluss beziehen, weil das Erstgericht dazu gar keine Feststellungen getroffen hat. Damit war der Kläger nicht verpflichtet, in seiner Berufungsbeantwortung die Nichterörterung seines als unschlüssig beurteilten Vorbringens zur Irrtumsanfechtung zu rügen. (T3)
- 1 Ob 156/17y
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 1 Ob 156/17y
Vgl auch; Beis wie T1
- 9 ObA 39/18b
Entscheidungstext OGH 17.05.2018 9 ObA 39/18b
- 8 Ob 150/18v
Entscheidungstext OGH 19.12.2018 8 Ob 150/18v
Auch
- 2 Ob 108/19z
Entscheidungstext OGH 27.02.2020 2 Ob 108/19z
Beis wie T1
- 7 Ob 109/21m
Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 109/21m
- 8 ObA 63/22f
Entscheidungstext OGH 16.12.2022 8 ObA 63/22f
Vgl
- 6 Ob 242/22i
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2023 6 Ob 242/22i
vgl
- 6 Ob 241/22t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2023 6 Ob 241/22t
vgl
- 6 Ob 227/22h
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.03.2023 6 Ob 227/22h
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119339
Zuletzt aktualisiert am
02.05.2023
Dokumentnummer
JJR_20040812_OGH0002_0010OB00259_03Z0000_001