Rechtssatz RS0126626
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0126626
Entscheidungsdatum
24.03.2026
Rechtssatz
Eine auf mangelnde Sachkunde des Sachverständigen gegründete Einwendung gegen diesen ist nach Erstattung von Befund und Gutachten zufolge der Spezialregelung des § 127 Abs 3 erster Satz StPO nicht mehr zulässig. Da spätestens mit der Abgabe des schriftlichen Gutachtens die Meinungsbildung erfolgt ist, liegt Befangenheit im Sinn des § 47 Abs 1 Z 3 StPO (iVm § 126 Abs 4 StPO) in solchen Fällen nur vor, wenn die Annahme indiziert ist, der Sachverständige werde sein Gutachten auch dann nicht ändern, wenn die Beweisergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen.Eine auf mangelnde Sachkunde des Sachverständigen gegründete Einwendung gegen diesen ist nach Erstattung von Befund und Gutachten zufolge der Spezialregelung des Paragraph 127, Absatz 3, erster Satz StPO nicht mehr zulässig. Da spätestens mit der Abgabe des schriftlichen Gutachtens die Meinungsbildung erfolgt ist, liegt Befangenheit im Sinn des Paragraph 47, Absatz eins, Ziffer 3, StPO in Verbindung mit Paragraph 126, Absatz 4, StPO) in solchen Fällen nur vor, wenn die Annahme indiziert ist, der Sachverständige werde sein Gutachten auch dann nicht ändern, wenn die Beweisergebnisse dessen Unrichtigkeit aufzeigen.
Entscheidungstexte
- 14 Os 143/09z
Entscheidungstext OGH 23.12.2010 14 Os 143/09z
- 11 Os 101/13g
Entscheidungstext OGH 29.10.2013 11 Os 101/13g
Auch; nur: Eine auf mangelnde Sachkunde des Sachverständigen gegründete Einwendung gegen diesen ist nach Erstattung von Befund und Gutachten zufolge der Spezialregelung des § 127 Abs 3 erster Satz StPO nicht mehr zulässig. (T1)
Beisatz: Vielmehr ist lediglich die allfällige Beiziehung eines weiteren Sachverständigen zu erwägen. (T2)
- 11 Os 51/13d
Entscheidungstext OGH 11.03.2014 11 Os 51/13d
Auch
- 15 Os 57/14t
Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 57/14t
Vgl auch
- 14 Os 119/14b
Entscheidungstext OGH 16.12.2014 14 Os 119/14b
Auch
- 15 Os 72/15z
Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 72/15z
Auch
- 11 Os 53/15a
Entscheidungstext OGH 12.04.2016 11 Os 53/15a
Auch
- 15 Os 26/16m
Entscheidungstext OGH 27.06.2016 15 Os 26/16m
Auch
- 11 Os 26/16g
Entscheidungstext OGH 14.06.2016 11 Os 26/16g
- 11 Os 10/16d
Entscheidungstext OGH 28.02.2017 11 Os 10/16d
Auch
- 17 Os 19/16x
Entscheidungstext OGH 06.03.2017 17 Os 19/16x
Vgl auch
- 12 Os 100/16x
Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 100/16x
Auch
- 13 Os 80/17i
Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 80/17i
Auch
- 14 Os 62/17z
Entscheidungstext OGH 07.11.2017 14 Os 62/17z
Auch
- 11 Os 76/17m
Entscheidungstext OGH 17.10.2017 11 Os 76/17m
Auch
- 13 Os 67/18d
Entscheidungstext OGH 27.06.2018 13 Os 67/18d
nur T1
- 13 Os 80/18s
Entscheidungstext OGH 19.12.2018 13 Os 80/18s
Auch
- 13 Os 61/19y
Entscheidungstext OGH 09.10.2019 13 Os 61/19y
- 12 Os 34/18v
Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 34/18v
- 13 Os 19/20y
Entscheidungstext OGH 07.04.2020 13 Os 19/20y
Vgl; nur T1
- 13 Os 66/21m
Entscheidungstext OGH 14.07.2021 13 Os 66/21m
Vgl; nur T1
- 15 Os 100/21a
Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 100/21a
Vgl
- 14 Os 32/22w
Entscheidungstext OGH 26.04.2022 14 Os 32/22w
Vgl; nur T1
- 12 Os 23/22g
Entscheidungstext OGH 02.06.2022 12 Os 23/22g
Vgl
- 15 Os 22/22g
Entscheidungstext OGH 14.09.2022 15 Os 22/22g
Vgl
- 11 Os 40/23a
Entscheidungstext OGH 11.07.2023 11 Os 40/23a
vgl; nur T1
- 15 Os 62/23s
Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 62/23s
vgl
- 12 Os 16/26h
Entscheidungstext OGH 24.03.2026 12 Os 16/26h
vgl; nur T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126626
Zuletzt aktualisiert am
17.04.2026
Dokumentnummer
JJR_20101223_OGH0002_0140OS00143_09Z0000_007