Rechtssatz RS0005435
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0005435
Geschäftszahl
3Ob408/85; 7Ob438/56; 3Ob259/51; 1Ob7/61; 6Ob234/63; 8Ob508/78; 6Ob678/78; 1Ob591/79; 7Ob59/79; 4Ob505/80; 5Ob545/80; 5Ob628/80; 5Ob4/83; 5Ob604/83; 3Ob22/89; 6Ob512/95 (6Ob513/95); 10Ob1587/95; 1Ob2009/96i; 6Ob225/07t
Entscheidungsdatum
07.11.2007
Rechtssatz
Die gefährdete Partei hat keine subjektive Gefährdung zu bescheinigen. Sie hat demnach auch nicht glaubhaft zu machen, dass der Gegner die von der einstweiligen Verfügung zu erfassenden Vermögensstücke verbringen werde. Es genügt vielmehr die Tatsache, dass ohne diese Vermögensstücke die Exekution im Ausland geführt werden bzw der Anspruch im Ausland erst durchgesetzt werden müsste (vgl SZ 15/224).Die gefährdete Partei hat keine subjektive Gefährdung zu bescheinigen. Sie hat demnach auch nicht glaubhaft zu machen, dass der Gegner die von der einstweiligen Verfügung zu erfassenden Vermögensstücke verbringen werde. Es genügt vielmehr die Tatsache, dass ohne diese Vermögensstücke die Exekution im Ausland geführt werden bzw der Anspruch im Ausland erst durchgesetzt werden müsste vergleiche SZ 15/224).
Entscheidungstexte
- 3 Ob 259/51
Entscheidungstext OGH 16.05.1951 3 Ob 259/51
- 3 Ob 408/85
Entscheidungstext OGH 21.09.1955 3 Ob 408/85
- 7 Ob 438/56
Entscheidungstext OGH 03.10.1956 7 Ob 438/56
- 1 Ob 7/61
Entscheidungstext OGH 11.01.1961 1 Ob 7/61
- 6 Ob 234/63
Entscheidungstext OGH 18.09.1963 6 Ob 234/63
Veröff: EvBl 1964/12 S 22
- 8 Ob 508/78
Entscheidungstext OGH 15.02.1978 8 Ob 508/78
Beisatz: Nach § 379 Abs 2 Z 2 EO genügt objektive Gefährdung. (T1) Veröff: SZ 51/17
- 6 Ob 678/78
Entscheidungstext OGH 16.08.1978 6 Ob 678/78
Beis wie T1; Veröff: JBl 1979,323
- 1 Ob 591/79
Entscheidungstext OGH 02.05.1979 1 Ob 591/79
Beis wie T1
- 7 Ob 59/79
Entscheidungstext OGH 20.12.1979 7 Ob 59/79
- 5 Ob 545/80
Entscheidungstext OGH 18.03.1980 5 Ob 545/80
Beis wie T1; Beis wie T3
- 4 Ob 505/80
Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 505/80
nur: Es genügt vielmehr die Tatsache, dass ohne diese Vermögensstücke die Exekution im Ausland geführt werden bzw der Anspruch im Ausland erst durchgesetzt werden müsste (vgl SZ 15/224). (T2) Beis wie T1; Beisatz: Die Gefahr einer notwendigen Vollstreckung im Ausland ist regelmäßig besonders groß, wenn der Verpflichtete seinen Wohnsitz oder seinen ständigen Aufenthalt im Ausland hat. (T3)
- 5 Ob 628/80
Entscheidungstext OGH 03.06.1980 5 Ob 628/80
Beis wie T1
- 5 Ob 4/83
Entscheidungstext OGH 01.02.1983 5 Ob 4/83
- 5 Ob 604/83
Entscheidungstext OGH 10.05.1983 5 Ob 604/83
Auch; Beis wie T1
- 3 Ob 22/89
Entscheidungstext OGH 15.03.1989 3 Ob 22/89
Vgl; Veröff: WBl 1989,379 = SZ 62/44
- 6 Ob 512/95
Entscheidungstext OGH 26.01.1995 6 Ob 512/95
nur: Die gefährdete Partei hat keine subjektive Gefährdung zu bescheinigen. (T4)
- 10 Ob 1587/95
Entscheidungstext OGH 17.10.1995 10 Ob 1587/95
nur T2
- 1 Ob 2009/96i
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2009/96i
Vgl; Beis wie T1
- 6 Ob 225/07t
Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 225/07t
Vgl aber; Beisatz: Die abstrakte Möglichkeit einer Auslandsexekution genügt nicht. Vielmehr ist die Gefahr einer Auslandsexekution nur anzunehmen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Exekutionsobjekte oder Personen, auf die zur Hereinbringung der Leistung gegriffen werden müsste, ins Ausland verbracht werden bzw sich dorthin begeben wollen. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0005435
Dokumentnummer
JJR_19550921_OGH0002_0030OB00408_8500000_001