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Rechtssatz RS0010717×

Rechtssatz RS0010717

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0010717

Entscheidungsdatum

14.11.2024

Rechtssatz

Da das Grundbuchsgericht die Berechtigung eines Eintragungsgesuches nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen hat, die bei Einlangen des Ansuchens besteht (Paragraph 93, GBG), muss das besondere Naheverhältnis zwischen Liegenschaftseigentümer und Verbotsberechtigtem iSd Paragraph 364 c, ABGB in diesem Zeitpunkt aufrecht sein.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 128/91
    Entscheidungstext OGH 17.12.1991 5 Ob 128/91
    Veröff: SZ 64/180 = EvBl 1992/122 S 545 = NZ 1992,255 ( Hofmeister, 259 )
  • 5 Ob 83/92
    Entscheidungstext OGH 16.06.1992 5 Ob 83/92
  • 10 Ob 510/94
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 10 Ob 510/94
    Auch; Beisatz: Das von Ehegatten im Scheidungsverfahren vereinbarte Verbot kann nach der Scheidung der Ehe daher nicht mehr verbüchert werden. (T1)
  • 5 Ob 104/98z
    Entscheidungstext OGH 21.04.1998 5 Ob 104/98z
    Vgl auch; Beisatz: Das Naheverhältnis zwischen Begünstigtem und Belastetem ist für den Zeitpunkt des Einlangens des Grundbuchsgesuchs zu belegen. Ein besonderer Nachweis, dass die das Naheverhältnis vermittelnde (und durch die Vorlage der Heiratsurkunde belegte) Ehe zwischen dem leiblichen Elternteil und dem Stiefelternteil des Verbotsberechtigten im Zeitpunkt des Eintragungsgesuches noch aufrecht ist, ist nicht erforderlich. (T2)
    Veröff: SZ 71/71
  • 2 Ob 290/98f
    Entscheidungstext OGH 10.12.1999 2 Ob 290/98f
    Auch; Beis wie T1
  • 5 Ob 253/08d
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 253/08d
    Beis wie T2; Beisatz: Aus welchem Grund das die Einverleibung ermöglichende Angehörigenverhältnis gegebenenfalls vor der Einbringung des Grundbuchsgesuchs endete, ist rechtlich unerheblich. (T3)
    Veröff: SZ 2009/3
  • 5 Ob 101/09b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 101/09b
    Vgl; Beisatz: Gemäß § 93 GBG ist der Zeitpunkt, in dem ein Ansuchen beim Grundbuchsgericht einlangte, für dessen Beurteilung maßgebend, was auch für das Rekursgericht und den Obersten Gerichtshof gilt. (T4)
    Beisatz: Nachträgliche Gesetzesänderungen sind nicht zu berücksichtigen. (T5)
    Bem: Hier: Frage der Anwendbarkeit des § 82a GBG in der Fassung der GB-Nov 2008. (T6)
  • 5 Ob 178/09a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 5 Ob 178/09a
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Im Grundbuchsverfahren ist eine Änderung der Entscheidungsgrundlagen im Zeitraum zwischen Einlangen des Gesuchs bei Gericht und dessen Erledigung unerheblich. (T7)
  • 5 Ob 219/12k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 219/12k
    Auch; Beisatz: Für die Beurteilung der Berechtigung eines Grundbuchsgesuchs ist nach § 93 GBG die Sach‑ und Rechtslage maßgebend, die bei Einlangen des Ansuchens besteht. (T8)
  • 5 Ob 74/13p
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 5 Ob 74/13p
    Vgl auch; Beisatz: Die bei Einlangen des Gesuchs bestehende Antragslegitimation geht durch das inzwischen einverleibte Eigentumsrecht eines Dritten nicht verloren. (T9)
  • 5 Ob 142/13p
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 142/13p
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 69/14d
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 69/14d
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 5 Ob 143/17s
    Entscheidungstext OGH 21.12.2017 5 Ob 143/17s
    Beis wie T3
  • 5 Ob 55/21f
    Entscheidungstext OGH 27.09.2021 5 Ob 55/21f
    Anm: Veröff: SZ 2021/86
  • 5 Ob 162/22t
    Entscheidungstext OGH 20.10.2022 5 Ob 162/22t
    Beis wie T7; Beis wie T8
  • 5 Ob 64/24h
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.11.2024 5 Ob 64/24h
    vgl; Beisatz wie T7; Beisatz wie T8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0010717

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.01.2025

Dokumentnummer

JJR_19911217_OGH0002_0050OB00128_9100000_002