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Rechtssatz RS0012824

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0012824

Entscheidungsdatum

08.10.2024

Rechtssatz

Der Anspruch des überlebenden Ehegatten bleibt in Ansehung der Ehewohnung inhaltlich gleich; sein bisheriges, gegen den Ehegatten zustehendes Benützungsrecht setzt sich als Anspruch gegen den Vermächtnisschuldner fort. Der durch die tatsächlichen Benützungsverhältnisse bestimmte Umfang des gesetzlichen Vorausvermächtnisses an der Ehewohnung kann nicht durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Erblasser und dem mit diesem Vermächtnis Belasteten eingeschränkt werden.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 561/93
    Entscheidungstext OGH 01.09.1993 7 Ob 561/93
    Veröff: SZ 66/102
  • 9 Ob 508/94
    Entscheidungstext OGH 21.11.1994 9 Ob 508/94
    Veröff: SZ 67/206
  • 1 Ob 2364/96w
    Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2364/96w
    nur: Der Anspruch des überlebenden Ehegatten bleibt in Ansehung der Ehewohnung inhaltlich gleich; sein bisheriges, gegen den Ehegatten zustehendes Benützungsrecht setzt sich als Anspruch gegen den Vermächtnisschuldner fort. (T1) Veröff: SZ 70/47
  • 6 Ob 184/99y
    Entscheidungstext OGH 11.11.1999 6 Ob 184/99y
    nur T1; Beisatz: Das Recht, in der Wohnung weiter zu wohnen, ist ein gesetzliches Vorausvermächtnis mit Pflichtteilscharakter und unterliegt grundsätzlich den Regeln des Vermächtnisrechtes. (T2); Veröff: SZ 72/174
  • 6 Ob 13/02h
    Entscheidungstext OGH 21.02.2002 6 Ob 13/02h
  • 7 Ob 295/03p
    Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 295/03p
    nur T1; Veröff: SZ 2004/5
  • 5 Ob 191/03d
    Entscheidungstext OGH 11.05.2004 5 Ob 191/03d
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 17/07v
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 17/07v
    nur: Der Anspruch des überlebenden Ehegatten bleibt in Ansehung der Ehewohnung inhaltlich gleich. (T3); Beisatz: Es können daher auch nicht neue Rechtspositionen gegenüber Dritten, die auch dem verstorbenen Ehegatten nicht zugekommen sind, begründet werden. (T4)
  • 5 Ob 125/09g
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 125/09g
    Vgl; Beisatz: Der Umfang der Ehewohnung richtet sich nach den tatsächlichen Verhältnissen zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers. (T5)
  • 5 Ob 209/10m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 209/10m
    Vgl
  • 1 Ob 200/14i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 200/14i
    Auch
  • 10 Ob 55/17m
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 Ob 55/17m
    Auch
  • 5 Ob 144/18i
    Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 144/18i
    Vgl
  • 2 Ob 102/18s
    Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 102/18s
    Vgl auch; nur T3
  • 2 Ob 111/24y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.07.2024 2 Ob 111/24y
    vgl; nur: Bezogen auf die Ehewohnung hat der überlebende Ehegatte nach § 745 ABGB hingegen nur ein Recht auf unentgeltliche Weiterbenützung (T6)
    Beisatz: Hier: Auslegung eines testamentarisch vorgesehenen "Vorauslegats" des lebenslänglichen und entgeltlichen Rechts, den Wohnungsinhalt einer Mietwohnung zu benützen, im Sinne eines vermachten Eigentums am Wohnungsinhalt. (T7)
  • 5 Ob 50/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.10.2024 5 Ob 50/24z
    Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0012824

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2024

Dokumentnummer

JJR_19930901_OGH0002_0070OB00561_9300000_002