Rechtssatz RS0013440
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0013440
Entscheidungsdatum
20.11.2025
Rechtssatz
Der Außerstreitrichter hat die Entscheidung über die Genehmigung der Aufkündigung eines Minderheitseigentümers durch die Mehrheitseigentümer nach Ermessen darnach zu fällen, ob die von der Mehrheit beschlossene Maßnahme offenbar vorteilhaft ist.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 130/67
Entscheidungstext OGH 23.05.1967 8 Ob 130/67
Veröff: JBl 1968/372 = MietSlg 19035
- 7 Ob 257/75
Entscheidungstext OGH 05.12.1975 7 Ob 257/75
Veröff: MietSlg 27078
- 7 Ob 688/76
Entscheidungstext OGH 16.12.1976 7 Ob 688/76
- 6 Ob 528/77
Entscheidungstext OGH 21.04.1977 6 Ob 528/77
- 6 Ob 4/82
Entscheidungstext OGH 01.09.1982 6 Ob 4/82
- 8 Ob 1503/93
Entscheidungstext OGH 04.02.1993 8 Ob 1503/93
Auch; Beisatz: Er hat daher auch zu prüfen, ob die Aufkündigung Aussicht auf Erfolg verspricht. (T1)
- 3 Ob 156/01i
Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 156/01i
Auch
- 8 Ob 7/03t
Entscheidungstext OGH 27.02.2003 8 Ob 7/03t
- 7 Ob 5/04t
Entscheidungstext OGH 13.02.2004 7 Ob 5/04t
- 6 Ob 83/06h
Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 83/06h
Beisatz: Die Schaffung einer zusätzlichen Wohneinheit durch einen Dachbodenausbau drängt bei einem Haus in gehobener Wohngegend mit zwei Wohnungen keineswegs die Vermutung auf, dies sei aus der Sicht aller Miteigentümer eine „bessere Benützung des Hauptstammes". Eine solche Maßnahme mag den Wert des Hauses steigern und die Interessen des einen Miteigentümers befriedigen, kann aber nachteilig für die Wohnqualität sein. (T2)
- 5 Ob 8/09a
Entscheidungstext OGH 03.03.2009 5 Ob 8/09a
Beisatz: Das ist der Fall, wenn nach Räumung (durch den beklagten Miteigentümer) bessere Verwendungsaussichten für das Objekt bestehen. (T3)
- 9 Ob 6/11i
Entscheidungstext OGH 25.11.2011 9 Ob 6/11i
Beis wie T3
- 5 Ob 27/12z
Entscheidungstext OGH 26.07.2012 5 Ob 27/12z
Vgl; Beisatz: Der Beschluss des Außerstreitrichters ist eine im Wesentlichen von Billigkeitserwägungen getragene Ermessensentscheidung. (T4); Beisatz: Die Genehmigungsfähigkeit wichtiger Änderungen lässt einen Wertungsspielraum offen und stellt stets auf die Umstände des Einzelfalls ab. Eine Anrufung des Obersten Gerichtshofs ist daher in diesem Zusammenhang nur zulässig, wenn dem Rekursgericht eine aus Gründen der Rechtssicherheit zu korrigierende Fehlbeurteilung unterlaufen ist. (T5)
- 5 Ob 202/17t
Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 202/17t
Auch
- 4 Ob 42/19h
Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 42/19h
- 8 Ob 43/24t
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2024 8 Ob 43/24t
Beisatz: Ob dies der Fall ist, ist nach den Umständen des Einzelfalls und vom Standpunkt der Gesamtheit aller Miteigentümer zu beurteilen (T6)
- 5 Ob 38/25m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.11.2025 5 Ob 38/25m
Beisatz nur wie T4
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0013440
Zuletzt aktualisiert am
09.02.2026
Dokumentnummer
JJR_19670523_OGH0002_0080OB00130_6700000_001