Rechtssatz RS0019392
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0019392
Entscheidungsdatum
19.05.2026
Rechtssatz
Der Vertrag des Rechtsanwaltes mit seinem Klienten unterliegt auch dann, wenn die Geschäftsbesorgung gegen Entgelt übernommen wurde, den Bestimmungen des 22. Hauptstückes über den Bevollmächtigungsvertrag, nicht aber denen über den Dienstvertrag oder Werkvertrag. Wurde ein Pauschalhonorar vereinbart, aber infolge Widerrufes der Vollmacht nicht die ganze bedungene Arbeit geleistet, dann kann der Machthaber nur einen angemessenen Teil des vereinbarten Honorars verlangen oder des empfangenen Honorars behalten.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 253/36
Entscheidungstext OGH 25.03.1936 1 Ob 253/36
Veröff: 18/59
- 4 Ob 542/68
Entscheidungstext OGH 22.10.1968 4 Ob 542/68
nur: Der Vertrag des Rechtsanwaltes mit seinem Klienten unterliegt auch dann, wenn die Geschäftsbesorgung gegen Entgelt übernommen wurde, den Bestimmungen des 22. Hauptstückes über den Bevollmächtigungsvertrag, nicht aber denen über den Dienstvertrag oder Werkvertrag. (T1) Veröff: RZ 1969,69
- 7 Ob 219/69
Entscheidungstext OGH 17.12.1969 7 Ob 219/69
nur T1
- 5 Ob 24/70
Entscheidungstext OGH 25.02.1970 5 Ob 24/70
nur T1
- 5 Ob 261/70
Entscheidungstext OGH 18.11.1970 5 Ob 261/70
Veröff: NZ 1973,177
- 4 Ob 129/97t
Entscheidungstext OGH 27.05.1997 4 Ob 129/97t
Ähnlich; nur T1
- 1 Ob 280/03p
Entscheidungstext OGH 23.11.2004 1 Ob 280/03p
- 3 Ob 168/05k
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 168/05k
nur: Wurde ein Pauschalhonorar vereinbart, aber infolge Widerrufes der Vollmacht nicht die ganze bedungene Arbeit geleistet, dann kann der Machthaber nur einen angemessenen Teil des vereinbarten Honorars verlangen oder des empfangenen Honorars behalten. (T2); Beisatz: Hiebei verhält sich der vereinbarte Geschäftsbesorgungsumfang zu der bis zum Widerruf erbrachten tatsächlichen Geschäftsbesorgungsbemühung so wie das gesamt gebührende Entgelt zum angemessenen Teilentgelt. (T3)
- 8 Ob 91/08b
Entscheidungstext OGH 14.10.2008 8 Ob 91/08b
Auch; Beisatz: Der Vertrag zwischen Rechtsanwalt und Klient hat in der Regel die entgeltliche Besorgung von Geschäften (Rechtsgeschäfte, Rechtshandlungen, Prozessführung) in Vertretung des Klienten zum Gegenstand und ist Bevollmächtigungsvertrag, somit ein mit Vollmacht erteilter Auftrag. Auf den Vertrag des Anwalts mit seinem Klienten ist zunächst die Rechtsanwaltsordnung (RAO) anzuwenden; hilfsweise gelten die Bestimmungen über den Bevollmächtigungsvertrag (§§ 1002 ff ABGB). (T4)
- 1 Ob 219/09a
Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 219/09a
Auch; nur T1; Beis ähnlich T4
- 2 Ob 69/18p
Entscheidungstext OGH 26.02.2019 2 Ob 69/18p
Vgl; nur T1; Beis wie T4
- 4 Ob 51/19g
Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 51/19g
- 6 Ob 15/22g
Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 15/22g
Vgl
- 6 Ob 35/24a
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.03.2024 6 Ob 35/24a
vgl
- 5 Ob 26/26y
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.05.2026 5 Ob 26/26y
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1936:RS0019392
Zuletzt aktualisiert am
16.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19360325_OGH0002_0010OB00253_3600000_001