Rechtssatz RS0019543
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0019543
Entscheidungsdatum
21.10.1998
Rechtssatz
Wenn die Auftraggeberin (AG) für den Unfallschaden des Auftragnehmers (AN) gerade deshalb nach § 1014 ABGB zweiter Halbsatz, ABGB einzustehen hat, weil dieser sein Fahrzeug in ihrem Betätigungsbereich einsetzen mußte und dabei schon nach der Art dieser Tätigkeit der ständigen Gefahr einer Beschädigung seines Eigentums ausgesetzt war, dann muß sie ihn für das ihm übertragene Unfallsrisiko nach den gleichen Grundsätzen entlasten, wie sie bei Beschädigung eines dem AN von ihr zur Verfügung gestellten (Dienstfahrzeuges) Fahrzeuges zur Anwendung kämen. Der Grundsätze des DHG (§ 2 Abs 1) kommen zur Anwendung.Wenn die Auftraggeberin (AG) für den Unfallschaden des Auftragnehmers (AN) gerade deshalb nach Paragraph 1014, ABGB zweiter Halbsatz, ABGB einzustehen hat, weil dieser sein Fahrzeug in ihrem Betätigungsbereich einsetzen mußte und dabei schon nach der Art dieser Tätigkeit der ständigen Gefahr einer Beschädigung seines Eigentums ausgesetzt war, dann muß sie ihn für das ihm übertragene Unfallsrisiko nach den gleichen Grundsätzen entlasten, wie sie bei Beschädigung eines dem AN von ihr zur Verfügung gestellten (Dienstfahrzeuges) Fahrzeuges zur Anwendung kämen. Der Grundsätze des DHG (Paragraph 2, Absatz eins,) kommen zur Anwendung.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 35/82
Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 35/82
Vgl; Beisatz: Ch Klein, Der dienstbedingte Sachschaden des Arbeitnehmers, DRdA 1983,34. (T1) Veröff: DRdA 1984/1 S 32 (Jabornegg) = RdW 1984,52 = EvBl 1983/154 S 572 = JBl 1984,391 (zustimmend Hanreich, JBl 1984,361) = ZAS 1985,14 (siehe auch Schrank, Betriebsrisiko und arbeitsrechtliche Wertordnung ZAS 1985,8) = Arb 10268
- 12 Os 156/83
Entscheidungstext OGH 06.12.1984 12 Os 156/83
Vgl auch
- 4 Ob 180/85
Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 180/85
Auch; Beisatz: Gilt auch im Fall der Schadenverlagerung. (T2) Veröff: RdW 1986,152 = JBl 1986,468 = ZAS 1987,85 (Kerschner) = Arb 10495 = DRdA 1988,132 (Jabornegg)
- 9 ObA 139/89
Entscheidungstext OGH 24.05.1989 9 ObA 139/89
Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: Arb 10784 = ZVR 1991/107 S 279
- 9 ObA 222/90
Entscheidungstext OGH 07.11.1990 9 ObA 222/90
Vgl auch; Veröff: Arb 10901
- 8 ObA 2186/96w
Entscheidungstext OGH 12.12.1996 8 ObA 2186/96w
Auch; Beisatz: Dies muß auch gelten, wenn ein Dritter sein Fahrzeug dem Arbeitgeber für die Verwendung durch die Arbeitnehmer zur Verfügung stellt. Dieser Dritte ist insoweit dem Dienstgeber zuzuordnen und kann nicht in weiterem Umfang Ansprüche gegen den Dienstnehmer geltend machen, als dieser selbst. (T3) Veröff: SZ 69/276
- 8 ObA 15/97g
Entscheidungstext OGH 13.03.1997 8 ObA 15/97g
- 9 ObA 46/97y
Entscheidungstext OGH 26.03.1997 9 ObA 46/97y
Auch
- 9 ObA 122/98a
Entscheidungstext OGH 21.10.1998 9 ObA 122/98a
Vgl auch; Beisatz: Kommt es zu einer Haftung des Dienstgebers analog § 1014 ABGB, so kommen im Verhältnis zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer auch die Grundsätze des § 2 DHG zur Anwendung. (T4) Veröff: SZ 71/172
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0019543
Dokumentnummer
JJR_19830531_OGH0002_0040OB00035_8200000_002