Rechtssatz RS0021118
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0021118
Entscheidungsdatum
03.04.2024
Rechtssatz
Der Bestandnehmer kann zur Abwehr eines Räumungsbegehrens nach § 1118 ABGB wegen rückständigen Bestandzinses behaupten und unter Beweis stellen, die rückständige Bestandzinsforderung sei durch Kompensation erloschen. Er muss in einem solchen Fall unter Anerkennung der behaupteten Bestandzinsschuld eine unbedingte (außergerichtliche) Aufrechnungserklärung abgeben und im Räumungsstreit die Abgabe der Erklärung und das Bestehen der Gegenforderung, die die Bestandzinsschuld zum Erlöschen gebracht hat, nachweisen.Der Bestandnehmer kann zur Abwehr eines Räumungsbegehrens nach Paragraph 1118, ABGB wegen rückständigen Bestandzinses behaupten und unter Beweis stellen, die rückständige Bestandzinsforderung sei durch Kompensation erloschen. Er muss in einem solchen Fall unter Anerkennung der behaupteten Bestandzinsschuld eine unbedingte (außergerichtliche) Aufrechnungserklärung abgeben und im Räumungsstreit die Abgabe der Erklärung und das Bestehen der Gegenforderung, die die Bestandzinsschuld zum Erlöschen gebracht hat, nachweisen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 537/80
Entscheidungstext OGH 26.03.1980 1 Ob 537/80
- 1 Ob 578/82
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 578/82
- 7 Ob 171/00y
Entscheidungstext OGH 26.07.2000 7 Ob 171/00y
Vgl auch
- 8 Ob 304/99k
Entscheidungstext OGH 05.10.2000 8 Ob 304/99k
Vgl; Beisatz: Einer als unzulässiger Ablöse geltend gemachten Gegenforderung mangelt es an der Präjudizialität für das Räumungsbegehren, weil durch die prozessuale Aufrechnungserklärung die Wirksamkeit der auf den Zinsrückstand gestützten rechtsgestaltenden Aufhebungserklärung nach § 1118 ABGB nicht rückwirkend beseitigt wird. (T1)
- 8 Ob 306/00h
Entscheidungstext OGH 21.12.2000 8 Ob 306/00h
Auch
- 1 Ob 30/05a
Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 30/05a
Vgl aber; Beisatz: Auch wenn die Aufrechnungserklärung in gewisser Weise auf jenen Zeitpunkt zurückwirkt, in dem Forderung und Gegenforderung einander erstmals aufrechenbar gegenübergestanden sind, kann dies die bereits eingetretene Wirksamkeit einer auf qualifizierten Zahlungsrückstand gestützten Auflösungserklärung nicht mehr beseitigen. (T2)
Veröff: SZ 2005/54
- 7 Ob 143/07s
Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 143/07s
- 6 Ob 42/08g
Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 42/08g
Auch
- 2 Ob 142/07g
Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 142/07g
Vgl aber; Beis wie T2
Veröff: SZ 2008/72
- 3 Ob 25/11i
Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 25/11i
Beis ähnlich wie T2
- 8 Ob 42/13d
Entscheidungstext OGH 28.05.2013 8 Ob 42/13d
- 6 Ob 82/13x
Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 82/13x
- 1 Ob 198/13v
Entscheidungstext OGH 21.11.2013 1 Ob 198/13v
Auch
- 3 Ob 201/13z
Entscheidungstext OGH 19.12.2013 3 Ob 201/13z
- 7 Ob 84/15a
Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 84/15a
Auch
- 5 Ob 14/18x
Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 14/18x
Auch
- 5 Ob 60/18m
Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 60/18m
- 7 Ob 175/21t
Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 175/21t
- 3 Ob 239/23b
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.04.2024 3 Ob 239/23b
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0021118
Zuletzt aktualisiert am
10.06.2024
Dokumentnummer
JJR_19800326_OGH0002_0010OB00537_8000000_001