Rechtssatz RS0021287
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0021287
Entscheidungsdatum
02.09.2020
Rechtssatz
Vertragsgegenstand der Arbeitnehmerüberlassung ist die Bereitstellung eines Dienstnehmers zum Zwecke der Arbeitsleistung. Dieser ist aber nicht Erfüllungsgehilfe des Verleihers (seines Dienstgebers), der daher auch nicht für eine schlechte Arbeitsleistung seines Dienstnehmers haftet. Der Verleiher haftet jedoch für die durchschnittliche berufliche oder fachliche Qualifikation und die Arbeitsbereitschaft des überlassenen Dienstnehmers.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 723/81
Entscheidungstext OGH 28.07.1982 7 Ob 723/81
Veröff: SZ 55/115
- 7 Ob 659/82
Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 659/82
nur: Der Verleiher haftet jedoch für die durchschnittliche berufliche oder fachliche Qualifikation und die Arbeitsbereitschaft des überlassenen Dienstnehmers. (T1)
Beisatz: Nach redlicher Verkehrsübung. (T2)
- 7 Ob 643/83
Entscheidungstext OGH 08.09.1983 7 Ob 643/83
Veröff: SZ 56/129
- 8 Ob 576/83
Entscheidungstext OGH 12.04.1984 8 Ob 576/83
nur: Vertragsgegenstand der Arbeitnehmerüberlassung ist die Bereitstellung eines Dienstnehmers zum Zwecke der Arbeitsleistung. (T3)
nur T1
Veröff: Arb 10351
- 5 Ob 531/85
Entscheidungstext OGH 14.05.1985 5 Ob 531/85
nur T1
- 14 Ob 224/86
Entscheidungstext OGH 27.01.1987 14 Ob 224/86
Auch; nur T3
Veröff: EvBl 1987/100 S 363 = WBl 1987,100 = RdW 1987,237 = Arb 10603
- 1 Ob 509/88
Entscheidungstext OGH 24.02.1988 1 Ob 509/88
nur T3; nur T1; Veröff: SZ 61/44 = EvBl 1988/93 S 458 = RdW 1988,287
- 6 Ob 1569/91
Entscheidungstext OGH 16.05.1991 6 Ob 1569/91
- 6 Ob 46/99d
Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 46/99d
nur T3
- 10 Ob 350/99i
Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 350/99i
nur T3
- 1 Ob 203/01m
Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 203/01m
Beisatz: Der Überlassende hat aus dem Titel der Gewährleistung verschuldensunabhängig nicht etwa dafür einzustehen, dass die überlassene Arbeitskraft eines bestimmten Zeugnisses über ihre Berufsbefähigung entbehrt, sondern nur dafür, dass sie über die - durch ein solches Zeugnis zunächst indizierte - zumindest durchschnittliche berufliche Qualifikation aus bestimmten Gründen tatsächlich nicht verfügt, und zwar unabhängig davon, ob er einen solchen Ausbildungsmangel anlässlich der Einstellung der Arbeitskräfte oder im Zeitpunkt ihrer Überlassung kannte oder wenigstens hätte kennen müssen. Allein das Vorhandensein eines bestimmten Zeugnisses klärt daher die maßgebende berufliche Qualifikationsfrage noch nicht abschließend. (T4)
- 8 ObA 203/02i
Entscheidungstext OGH 13.02.2003 8 ObA 203/02i
Vgl auch; nur T3
- 7 Ob 256/03b
Entscheidungstext OGH 03.12.2003 7 Ob 256/03b
Ähnlich; nur T1; Beisatz: Nicht jedoch für eine mangelnde Qualität der Arbeitsleistung. (T5)
Beis wie T4
- 9 ObA 80/04m
Entscheidungstext OGH 06.04.2005 9 ObA 80/04m
Veröff: SZ 2005/52
- 2 Ob 261/07g
Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 261/07g
Auch; nur T3; nur T1; Veröff: SZ 2008/137
- 3 Ob 145/10k
Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 145/10k
Auch; nur T1
- 2 Ob 181/15d
Entscheidungstext OGH 28.06.2016 2 Ob 181/15d
Auch; Veröff: SZ 2016/66
- 5 Ob 94/17k
Entscheidungstext OGH 27.06.2017 5 Ob 94/17k
- 3 Ob 67/20d
Entscheidungstext OGH 02.09.2020 3 Ob 67/20d
Beisatz: Die rechtliche Qualifikation des Vertrags zwischen Dienstleistungserbringer und Dienstleistungsempfänger ist (daher) nach den allgemeinen zivilrechtlichen Regeln vorzunehmen; § 4 AÜG ist insofern nicht einschlägig, weil das AÜG primär die Rechtsposition des Arbeitnehmers regelt und grundsätzlich nicht das Verhältnis zwischen Dienstleistungserbringer und Dienstleistungsempfänger (so schon 5 Ob 94/17k). (T6)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0021287
Zuletzt aktualisiert am
25.11.2020
Dokumentnummer
JJR_19820728_OGH0002_0070OB00723_8100000_001