Rechtssatz RS0026072
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0026072
Geschäftszahl
2Ob211/61; 7Ob232/65; 2Ob56/75; 2Ob269/77; 8Ob70/78; 7Ob19/79; 7Ob19/80; 8Ob230/82; 8Ob137/81; 2Ob49/91 (2Ob50/91); 2Ob37/94; 2Ob44/95; 2Ob75/97m; 7Ob14/97b; 2Ob155/09x
Entscheidungsdatum
12.11.2009
Rechtssatz
Dem Kraftfahrzeughalter steht gegenüber dem Begehren des durch Verschulden des Lenkers beschädigten Insassen des Fahrzeuges auf Schmerzengeld die Einrede der unzulässigen Rechtsausübung offen, wenn dem Verletzten die Tatsache der unbefugten Inbetriebnahme des Kraftwagens seitens des Lenkers bekannt gewesen ist (ebenso zB 2 Ob 78/61 vom 17.03.1961; RG VIII 101 vom 29.10.1941; DREvBl 1942/9).Dem Kraftfahrzeughalter steht gegenüber dem Begehren des durch Verschulden des Lenkers beschädigten Insassen des Fahrzeuges auf Schmerzengeld die Einrede der unzulässigen Rechtsausübung offen, wenn dem Verletzten die Tatsache der unbefugten Inbetriebnahme des Kraftwagens seitens des Lenkers bekannt gewesen ist (ebenso zB 2 Ob 78/61 vom 17.03.1961; RG römisch acht 101 vom 29.10.1941; DREvBl 1942/9).
Entscheidungstexte
- 2 Ob 211/61
Entscheidungstext OGH 09.06.1961 2 Ob 211/61
Veröff: EvBl 1962/139 S 158 = ZVR 1962/22 S 21
- 7 Ob 232/65
Entscheidungstext OGH 27.10.1965 7 Ob 232/65
Ähnlich; Beisatz: Der Schwarzfahrer kann dem gegen ihn Rückgriff nehmenden Halter nicht entgegenhalten, dass dieser die Schwarzfahrt durch das Steckenlassen des Zündschlüssels ermöglicht hat. (T1) Veröff: SZ 38/177
- 2 Ob 56/75
Entscheidungstext OGH 06.05.1975 2 Ob 56/75
Beisatz: Verstoß gegen die guten Sitten. (T2)
- 2 Ob 269/77
Entscheidungstext OGH 06.04.1978 2 Ob 269/77
Veröff: ZVR 1979/24 S 23
- 8 Ob 70/78
Entscheidungstext OGH 31.05.1978 8 Ob 70/78
- 7 Ob 19/79
Entscheidungstext OGH 17.05.1979 7 Ob 19/79
Beisatz: Hat aber der Versicherungsnehmer den Unfall selbst verschuldet, so bleibt nach § 158c Abs 1 VersVG die Deckungspflicht in Ansehung des geschädigten Dritten unbeschadet einer Leistungsfreiheit im Innenverhältnis bestehen - die Inanspruchnahme dieser Haftung nach § 63 Abs 1 KFG ist nicht sittenwidrig. (T3) Veröff: JBl 1982,213
- 7 Ob 19/80
Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 19/80
Veröff: SZ 53/151
- 8 Ob 137/81
Entscheidungstext OGH 03.12.1981 8 Ob 137/81
Vgl; Beisatz: Mitverschuldenseinwand wäre Rechtsmissbrauch. (T4) Veröff: SZ 54/184
- 8 Ob 230/82
Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 230/82
- 2 Ob 49/91
Entscheidungstext OGH 18.09.1991 2 Ob 49/91
Veröff: ZVR 1992/69 S 142
- 2 Ob 37/94
Entscheidungstext OGH 19.05.1994 2 Ob 37/94
- 2 Ob 44/95
Entscheidungstext OGH 08.06.1995 2 Ob 44/95
- 2 Ob 75/97m
Entscheidungstext OGH 20.03.1997 2 Ob 75/97m
Beisatz: Echtes Handeln auf eigene Gefahr. (T5)
- 7 Ob 14/97b
Entscheidungstext OGH 10.02.1998 7 Ob 14/97b
Auch; Beis wie T5
- 2 Ob 155/09x
Entscheidungstext OGH 12.11.2009 2 Ob 155/09x
Ähnlich; Beis wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Derjenige, der sich vorsätzlich die Herrschaft über ein Fahrzeug anmaßt, kann einem ihm dabei allenfalls entstandenen Schaden dem Halter gegenüber wegen Verletzung des § 102 Abs 6 KFG nicht geltend machen. Umgekehrt ist er ebenso wenig berechtigt, dem ihm gegenüber geltend gemachten Ersatzbegehren des Halters eine Schadenskürzung wegen eines Mitverschuldens des Halters einzuwenden. (T6)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0026072
Zuletzt aktualisiert am
19.03.2010
Dokumentnummer
JJR_19610609_OGH0002_0020OB00211_6100000_001