Rechtssatz RS0032423
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0032423
Entscheidungsdatum
22.12.2016
Rechtssatz
Anspruch auf Unterlassung.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 471/57
Entscheidungstext OGH 13.11.1957 3 Ob 471/57
Veröff: JBl 1958,233
- 7 Ob 90/74
Entscheidungstext OGH 30.05.1974 7 Ob 90/74
Veröff: JBl 1974,527 = ÖBl 1975,86; hiezu kritisch Schönherr ÖBl 1975,77
- 4 Ob 10/77
Entscheidungstext OGH 22.02.1977 4 Ob 10/77
Veröff: ZAS 1980,16 (mit Anmerkung von Böhm) = IndS 1978 H2/1097 = ÖBl 1977,122
- 4 Ob 320/77
Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 320/77
Veröff: SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 122 = ÖBl 1978,3 mit Anmerkung von Schönherr
- 1 Ob 658/83
Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 658/83
Veröff: SZ 56/124 = EvBl 1984/60 S 241 = ÖBl 1984,18 = GRURInt 1985,340 = JBl 1984,492
- 4 Ob 391/86
Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 391/86
- 4 Ob 11/90
Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 11/90
Auch; Beisatz: Nach ganz herrschender Lehre und der neueren Rechtsprechung ist nämlich der - hier allein geltend gemachte - Anspruch auf Unterlassung der weiteren Verbreitung einer herabsetzenden Äußerung verschuldensunabhängig, ist doch allein schon die Rufgefährdung durch objektiv unwahre Behauptungen von der Rechtsordnung verpönt. (T1)
Veröff: MR 1990,183 (Korn)
- 6 Ob 1002/95
Entscheidungstext OGH 26.01.1995 6 Ob 1002/95
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Unterlassungsanspruch steht schon dann zu, wenn die Verbreitung rufschädigender unwahrer Tatsachenbehauptungen drohend bevorsteht. (T2)
- 4 Ob 266/00x
Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 266/00x
Vgl auch
- 6 Ob 175/09t
Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 175/09t
Auch; Beisatz: Auf die Einhaltung von Verfahrensvorschriften, hier jener des § 230a StPO, besteht für sich allein kein gegen jedermann durchsetzbarer Individualanspruch, ein solcher setzt vielmehr die Verletzung von konkreten Persönlichkeitsrechten voraus. (T3)
- 6 Ob 106/14b
Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 106/14b
Auch; Beis wie T1
- 6 Ob 203/16w
Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 203/16w
Vgl; Beisatz: § 1330 ABGB normiert zum einen eine deliktische Haftung, für die zumindest leichte Fahrlässigkeit Voraussetzung ist. Nach neuerer Auffassung handelt es sich bei § 1330 ABGB aber nicht nur um eine deliktische Haftungsregelung. Dahinter stehen vielmehr die Ehre und der wirtschaftliche Ruf als absolute Rechte im Sinne des § 16 ABGB. Daher gewährt die jüngere Rechtsprechung bei beiden Tatbeständen des § 1330 ABGB einen ‑ abgesehen vom Fall des § 1330 Abs 2 Satz 3 ABGB ‑ verschuldensunabhängigen Unterlassungsanspruch. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0032423
Zuletzt aktualisiert am
16.06.2026
Dokumentnummer
JJR_19571113_OGH0002_0030OB00471_5700000_004