Rechtssatz RS0039179
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0039179
Entscheidungsdatum
18.11.2022
Rechtssatz
Keine Streitanhängigkeit, wenn der vom Kläger im Vorprozess erhobene Unterlassungsanspruch aus einem anderen Wettbewerbsverstoß der Beklagten abgeleitet wird als das vorliegende Unterlassungsbegehren und es daher - ungeachtet des gleichlautenden Urteilsantrages - an der notwendigen Identität des rechtserzeugenden Sachverhalts fehlt.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 397/78
Entscheidungstext OGH 21.11.1978 4 Ob 397/78
Veröff: ÖBl 1979,81
- 4 Ob 334/79
Entscheidungstext OGH 10.04.1979 4 Ob 334/79
Veröff: ÖBl 1980,24
- 4 Ob 358/79
Entscheidungstext OGH 10.07.1979 4 Ob 358/79
Veröff: JBl 1981,41 (ablehnend Böhm)
- 4 Ob 430/81
Entscheidungstext OGH 16.02.1982 4 Ob 430/81
Beisatz: Dies gilt zumindest dann, wenn Wettbewerbsverstöße geltend gemacht werden, welche bei in verschiedenen Gerichtssprengeln gelegenen Niederlassungen begangen werden. (T1)
Veröff: ÖBl 1982,104
- 4 Ob 406/84
Entscheidungstext OGH 02.04.1985 4 Ob 406/84
Veröff: RdW 1986,44; hiezu Konecny, Übergreifende Ansprüche im Wettbewerbsverfahren RdW 1986,36
- 4 Ob 395/84
Entscheidungstext OGH 02.04.1985 4 Ob 395/84
Veröff: ÖBl 1985,153 = GRURInt 1986,352
- 4 Ob 385/87
Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 385/87
Vgl auch; Beisatz: Die - auf Abweisung des Klagebegehrens und Sicherungsbegehrens abzielende - Einrede des mangelnden Rechtsschutzbedürfnisses wegen Vorhandensein eines Exekutionstitels muss in erster Instanz erhoben werden, widrigenfalls sie am Neuerungsverbot scheitert. (T2)
- 6 Ob 592/87
Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 592/87
Vgl auch; nur: Keine Streitanhängigkeit, wenn der vom Kläger im Vorprozess erhobene Unterlassungsanspruch aus einem anderen Verstoß der Beklagten abgeleitet wird als das vorliegende Unterlassungsbegehren und es daher - ungeachtet des gleichlautenden Urteilsantrages - an der notwendigen Identität des rechtserzeugenden Sachverhalts fehlt. (T3)
Veröff: JBl 1988,655; hiezu Schumacher JBl 1988,641
- 4 Ob 2215/96f
Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2215/96f
- 6 Ob 210/03f
Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 210/03f
- 6 Ob 234/04m
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 234/04m
Vgl; nur T3
- 4 Ob 118/07t
Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 118/07t
Ähnlich; Beisatz: Keine Streitanhängigkeit bei Räumungsklagen wegen Rückständen aus nicht vollständig identen Mietzinsperioden. (T4)
- 6 Ob 273/08b
Entscheidungstext OGH 15.01.2009 6 Ob 273/08b
Vgl; Beisatz: Hier: Unterlassungsansprüche aus § 1330 ABGB. (T5)
Beisatz: In Anbetracht des Umstands, dass beide Vorwürfe in unterschiedlichem Kontext erhoben wurden und die inkriminierten Äußerungen bei zwei verschiedenen Pressekonferenzen fielen, ist die Beurteilung des Berufungsgerichts, dass mit beiden Klagen unterschiedliche Rechtsschutzziele verfolgt werden, nicht zu beanstanden. (T6)
- 4 Ob 76/10w
Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 76/10w
Vgl auch
- 4 Ob 81/21x
Entscheidungstext OGH 22.06.2021 4 Ob 81/21x
Vgl; Beisatz: Ein urheberrechtlicher Anspruch ist materiell-rechtlich durch Sachvorbringen zu Verletzungshandlung, Schutzgegenstand und Begehren individualisiert. (T7)
Beisatz: Da die Verletzungshandlung den Klagegrund und damit den Streitgegenstand abgrenzt, läge ein Verstoß gegen § 405 ZPO vor, gäbe das Gericht der Klage aufgrund einer anderen, nicht vom Vorbringen gedeckten Verletzungshandlung statt. (T8)
- 6 Ob 155/21v
Entscheidungstext OGH 06.04.2022 6 Ob 155/21v
Vgl; nur T3
- 6 Ob 227/21g
Entscheidungstext OGH 18.11.2022 6 Ob 227/21g
Vgl; nur T3; Beis wie T5
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0039179
Zuletzt aktualisiert am
20.12.2022
Dokumentnummer
JJR_19781121_OGH0002_0040OB00397_7800000_002