Rechtssatz RS0065264
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0065264
Entscheidungsdatum
23.07.2025
Rechtssatz
Der weite Unternehmerbegriff des § 1 KSchG bringt es mit sich, dass nicht immer leicht feststellbar ist, ob jemand Unternehmer ist oder nicht; derjenige, der den Schutz des Konsumentenschutzgesetzes für sich in Anspruch nehmen will, muss daher behaupten und nachweisen, dass die Voraussetzungen für diesen Schutz gegeben sind, und erklären, dass er die Bestimmungen des ersten Hauptstückes des Gesetzes auf ein von ihm abgeschlossenes Rechtsgeschäft angewendet haben will, sofern sich die Eigenschaft als Verbraucher nicht ganz klar aus den Umständen ergibt.Der weite Unternehmerbegriff des Paragraph eins, KSchG bringt es mit sich, dass nicht immer leicht feststellbar ist, ob jemand Unternehmer ist oder nicht; derjenige, der den Schutz des Konsumentenschutzgesetzes für sich in Anspruch nehmen will, muss daher behaupten und nachweisen, dass die Voraussetzungen für diesen Schutz gegeben sind, und erklären, dass er die Bestimmungen des ersten Hauptstückes des Gesetzes auf ein von ihm abgeschlossenes Rechtsgeschäft angewendet haben will, sofern sich die Eigenschaft als Verbraucher nicht ganz klar aus den Umständen ergibt.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 778/81
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
Veröff: SZ 55/51
- 2 Ob 698/86
Entscheidungstext OGH 10.02.1987 2 Ob 698/86
Veröff: WBl 1987,242 = ZfRV 1990,121 (Hoyer)
- 1 Ob 519/89
Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 519/89
Auch; Veröff: EvBl 1989/116 S 453 = RZ 1990/100 S 276
- 1 Ob 277/98m
Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 277/98m
nur: Derjenige, der den Schutz des Konsumentenschutzgesetzes für sich in Anspruch nehmen will, muss behaupten und nachweisen, dass die Voraussetzungen für diesen Schutz gegeben sind. (T1)
- 7 Ob 296/99a
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 7 Ob 296/99a
Auch; nur T1
- 7 Ob 22/04t
Entscheidungstext OGH 26.01.2005 7 Ob 22/04t
Vgl auch
- 9 Ob 22/07m
Entscheidungstext OGH 05.06.2008 9 Ob 22/07m
Auch; nur T1; Beisatz: Selbst bei Gelingen eines prima-facie-Beweises für das Vorliegen eines Unternehmens muss dem als Unternehmer in Anspruch genommenen Gegner die Möglichkeit eröffnet werden, die Ausnahme von der Regel, nämlich, dass kein Unternehmensgeschäft vorliegt, zu beweisen. (T2)
- 8 Ob 84/09z
Entscheidungstext OGH 18.02.2010 8 Ob 84/09z
- 5 Ob 155/10w
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 155/10w
Vgl auch; Beisatz: Hier: Frage, ob ein Bestandnehmer Unternehmer ist. (T3)
- 2 Ob 154/12d
Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 154/12d
nur T1
- 1 Ob 14/13k
Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 14/13k
Auch
- 3 Ob 96/14k
Entscheidungstext OGH 18.12.2014 3 Ob 96/14k
Auch; Beisatz: Auch in Bezug auf die Voraussetzungen für einen Rücktritt vom Vertrag nach § 3 Abs 1 und 2 KSchG trifft den Verbraucher die Behauptungs‑ und Beweislast. (T4)
- 9 Ob 61/14g
Entscheidungstext OGH 29.01.2015 9 Ob 61/14g
Auch; nur T1
- 5 Ob 161/15k
Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 161/15k
- 8 Ob 86/16d
Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 86/16d
- 10 Ob 48/18h
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 10 Ob 48/18h
- 4 Ob 91/21t
Entscheidungstext OGH 27.05.2021 4 Ob 91/21t
- 4 Ob 152/21p
Entscheidungstext OGH 28.09.2021 4 Ob 152/21p
- 4 Ob 158/21w
Entscheidungstext OGH 16.12.2021 4 Ob 158/21w
Vgl; Beisatz: Hier: Bei behauptetem Verstoß gegen das KSchG (Klauseln) Behauptungslast, dass Gegner unternehmerisch tätig ist. (T5)
- 5 Ob 119/22v
Entscheidungstext OGH 25.08.2022 5 Ob 119/22v
- 3 Ob 55/25x
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.07.2025 3 Ob 55/25x
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0065264
Zuletzt aktualisiert am
12.08.2025
Dokumentnummer
JJR_19820421_OGH0002_0010OB00778_8100000_006