Rechtssatz RS0077666
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0077666
Entscheidungsdatum
10.12.2020
Rechtssatz
Das Ausmaß der Befugnisse, die der Werknutzungsberechtigte durch den Werknutzungsvertrag erhält, reicht im Zweifel nicht weiter, als es für den praktischen Zweck der ins Auge gefassten Werknutzung erforderlich ist. - "Zweckübertragungstheorie" (hier: Text der Bundeshymne).
Entscheidungstexte
- 4 Ob 1105/94
Entscheidungstext OGH 18.10.1994 4 Ob 1105/94
- 4 Ob 2093/96i
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2093/96i
nur: Das Ausmaß der Befugnisse, die der Werknutzungsberechtigte durch den Werknutzungsvertrag erhält, reicht im Zweifel nicht weiter, als es für den praktischen Zweck der ins Auge gefassten Werknutzung erforderlich ist. (T1)
Beisatz: Aus dem gleichen Gedanken heraus muss aber ein Vertrag, mit welchem der Urheber oder ein Werknutzungsberechtigter jemandem anderen das Recht einräumt, das Werk auf einzelne oder bestimmte, dem Urheber (oder Leistungsschutzberechtigten) vorbehaltenen Verwertungsarten zu benutzen, als Einräumung bloß einer Werknutzungsbewilligung (§ 24 Abs 1 Satz 1, § 74 Abs 7 UrhG) und nicht als Einräumung der Befugnis mit ausschließlicher Wirkung, also eines Werknutzungsrechtes (§ 24 Abs 1 Satz 2, § 74 Abs 7 UrhG), gewertet werden. (T2)
- 4 Ob 2161/96i
Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2161/96i
nur T1; Beisatz: Buchstützen. (T3)
- 4 Ob 101/98a
Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 101/98a
Ähnlich
- 4 Ob 77/00b
Entscheidungstext OGH 21.03.2000 4 Ob 77/00b
Auch; nur T1
- 4 Ob 171/00a
Entscheidungstext OGH 04.07.2000 4 Ob 171/00a
Auch
- 5 Ob 293/05g
Entscheidungstext OGH 04.04.2006 5 Ob 293/05g
- 4 Ob 212/06i
Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 212/06i
Beisatz: Die Verwendung ihrer nach Vorgaben des Auftraggebers gegen Pauschalhonorar für Werbezwecke hergestellten Fotografien auch im Internet konnte für die Klägerin nicht überraschend sein, weil Reiseanbieter ihr Angebot regelmäßig nicht nur in gedruckten Katalogen oder Prospekten, sondern auch im Internet bewerben. (T4)
- 4 Ob 112/07k
Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 112/07k
Auch; nur T1; Bem.: Hier war Internetwerbung im Gegensatz zu T4 während der von 1993 bis Anfang 2000 anhaltenden Geschäftsbeziehung der Streitteile kein Thema. (T5)
- 4 Ob 248/07k
Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 248/07k
Beisatz: Führt bei einer eindeutigen Interessenlage die ergänzende Vertragsauslegung zwingend zum Ergebnis, dass die Rechte umfassend übertragen wurden, greift diese Zweifelsregel nicht. (T6)
- 4 Ob 111/08i
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 111/08i
- 4 Ob 163/09p
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 4 Ob 163/09p
Auch
- 4 Ob 104/11i
Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 104/11i
Auch; Beisatz: Hier: Porträtfotos einer „Schulfotografin“. (T7)
- 4 Ob 69/14x
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 69/14x
Vgl auch
- 6 Ob 14/16a
Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 14/16a
Beisatz: Es ist ein strenger Maßstab anzulegen. Im Zweifel ist die Verwendung in einem anderen Kontext als dem ursprünglichen nicht von der Einwilligung umfasst. (T8)
- 4 Ob 135/19k
Entscheidungstext OGH 22.08.2019 4 Ob 135/19k
- 4 Ob 155/19a
Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 155/19a
Vgl
- 4 Ob 191/19w
Entscheidungstext OGH 21.02.2020 4 Ob 191/19w
nur T1
- 4 Ob 100/20i
Entscheidungstext OGH 11.08.2020 4 Ob 100/20i
- 4 Ob 182/20y
Entscheidungstext OGH 10.12.2020 4 Ob 182/20y
Anm: Veröff: SZ 2020/118
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0077666
Zuletzt aktualisiert am
05.06.2023
Dokumentnummer
JJR_19941018_OGH0002_0040OB01105_9400000_002