Rechtssatz RS0086302
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0086302
Entscheidungsdatum
18.03.2026
Rechtssatz
Doppelverwertungsverbot: Da die Höhe des Wertbetrags ohnehin die Obergrenze der Geldstrafe bestimmt, darf sie - auch wenn sie die Grenze des § 53 Abs 1 lit b (bzw Abs 2) FinStrG erheblich übersteigt - nicht zusätzlich als Erschwerungsgrund herangezogen werden (siehe 13 Os 120/85, 13 Os 154/85).Doppelverwertungsverbot: Da die Höhe des Wertbetrags ohnehin die Obergrenze der Geldstrafe bestimmt, darf sie - auch wenn sie die Grenze des Paragraph 53, Absatz eins, Litera b, (bzw Absatz 2,) FinStrG erheblich übersteigt - nicht zusätzlich als Erschwerungsgrund herangezogen werden (siehe 13 Os 120/85, 13 Os 154/85).
Entscheidungstexte
- 13 Os 178/86
Entscheidungstext OGH 02.04.1987 13 Os 178/86
- 11 Os 98/87
Entscheidungstext OGH 01.12.1987 11 Os 98/87
Vgl auch
- 10 Os 39/87
Entscheidungstext OGH 19.01.1988 10 Os 39/87
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zusammentreffen zweier Finanzvergehen nicht erschwerend, wenn dieser Umstand bereits die (größere) Höhe der Geldstrafdrohung bestimmt. (T1)
- 10 Os 161/86
Entscheidungstext OGH 15.12.1987 10 Os 161/86
Vgl auch
- 11 Os 86/88
Entscheidungstext OGH 05.09.1988 11 Os 86/88
Beisatz: Die Höhe der entzogenen Abgaben darf weder als erschwerend noch als mildernd bewertet werden. (T2)
- 11 Os 50/88
Entscheidungstext OGH 28.06.1988 11 Os 50/88
Vgl auch
- 14 Os 42/88
Entscheidungstext OGH 30.11.1988 14 Os 42/88
Beisatz: Ein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot bewirkt Nichtigkeit im Sinne des § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Anwendungsfall StPO. (T3)
Veröff: EvBl 1989/63 S 219 = JBl 1989,331 = SSt 59/90
- 13 Os 27/95
Entscheidungstext OGH 26.04.1995 13 Os 27/95
- 11 Os 59/97
Entscheidungstext OGH 05.08.1997 11 Os 59/97
Auch; Beis wie T3
- 11 Os 71/98
Entscheidungstext OGH 25.08.1998 11 Os 71/98
Auch; Beisatz: Verstoß gegen das in § 32 Abs 2 StGB normierte Doppelverwertungsverbot, weil im Finanzstrafverfahren wegen § 33 Abs 2 lit a FinStrG die Schadenshöhe die gesetzliche Strafdrohung des § 33 Abs 5 FinStrG bestimmt. (T4)
Beis wie T3
- 13 Os 163/02
Entscheidungstext OGH 19.02.2003 13 Os 163/02
Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Hier zu § 35 FinStrG. (T4a) ( vormals irrig T5)
- 12 Os 53/05v
Entscheidungstext OGH 20.04.2006 12 Os 53/05v
- 13 Os 9/08k
Entscheidungstext OGH 22.01.2009 13 Os 9/08k
Auch; Beis ähnlich wie T3
- 13 Os 83/11x
Entscheidungstext OGH 17.11.2011 13 Os 83/11x
Auch
- 13 Os 154/15v
Entscheidungstext OGH 18.05.2016 13 Os 154/15v
Auch
- 13 Os 98/16k
Entscheidungstext OGH 12.10.2016 13 Os 98/16k
Vgl aber; Beisatz: Die aggravierende Wertung der mehrfachen Überschreitung der Qualifikationsgrenze des § 39 Abs 3 lit c FinStrG verstößt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot (§ 23 Abs 2 letzter Satz FinStrG iVm § 32 Abs 2 erster Satz StGB), weil der angesprochene Umstand hier nicht die Strafdrohung bestimmt. Anders als der Großteil der Sanktionsnormen des FinStrG enthält § 39 Abs 3 FinStrG nämlich keine wertbetragsabhängigen (§ 21 Abs 2 dritter Satz FinStrG), sondern mittels fixer Höchstgrenzen determenierte Strafdrohungen. (T5)
- 13 Os 4/17p
Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 4/17p
Auch; Beis wie T5
- 13 Os 44/22b
Entscheidungstext OGH 23.11.2022 13 Os 44/22b
Vgl; Beis wie T5
- 13 Os 45/25d
Entscheidungstext OGH 15.10.2025 13 Os 45/25d
vgl; nur T5
- 13 Os 99/25w
Entscheidungstext OGH 18.03.2026 13 Os 99/25w
vgl; Beisatz nur wie T5
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0086302
Zuletzt aktualisiert am
17.04.2026
Dokumentnummer
JJR_19870402_OGH0002_0130OS00178_8600000_002