Rechtssatz RS0089635
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0089635
Entscheidungsdatum
08.03.2023
Rechtssatz
Die Bestimmung (§ 12 2. Fall StGB) anderer, als Mittäter an einer Tat mitzuwirken, ist, soferne der Bestimmende selbst an der Tat mitwirkt, diesem nicht gesondert nach § 12 2. Fall StGB, sondern nur als erschwerend (§ 33 Z 4 StGB) anzulasten. Nimmt aber der Bestimmende von der unmittelbaren Tatausführung letztlich Abstand, dann haftet er nur für die Bestimmung.Die Bestimmung (Paragraph 12, 2. Fall StGB) anderer, als Mittäter an einer Tat mitzuwirken, ist, soferne der Bestimmende selbst an der Tat mitwirkt, diesem nicht gesondert nach Paragraph 12, 2. Fall StGB, sondern nur als erschwerend (Paragraph 33, Ziffer 4, StGB) anzulasten. Nimmt aber der Bestimmende von der unmittelbaren Tatausführung letztlich Abstand, dann haftet er nur für die Bestimmung.
Entscheidungstexte
- 12 Os 125/78
Entscheidungstext OGH 30.11.1978 12 Os 125/78
- 11 Os 83/79
Entscheidungstext OGH 04.09.1979 11 Os 83/79
Ähnlich; Veröff: EvBl 1980/67 S 216 = JBl 1980,327
- 10 Os 121/80
Entscheidungstext OGH 30.09.1980 10 Os 121/80
Vgl auch; Beisatz: Keine Beitragstäterschaft neben unmittelbarer Täterschaft. (T1)
- 12 Os 40/80
Entscheidungstext OGH 27.11.1980 12 Os 40/80
Vgl auch; Beisatz: Bestimmungstäterschaft gegenüber unmittelbarer Täterschaft subsidiär. (T2)
- 10 Os 79/82
Entscheidungstext OGH 29.06.1982 10 Os 79/82
Vgl auch; Veröff: SSt 53/38
- 12 Os 41/82
Entscheidungstext OGH 19.05.1982 12 Os 41/82
Vgl auch
- 10 Os 113/83
Entscheidungstext OGH 20.09.1983 10 Os 113/83
Vgl auch; Beis wie T2
- 9 Os 208/83
Entscheidungstext OGH 07.05.1984 9 Os 208/83
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Dies gilt auch für die Beitragstäterschaft. (T3)
Veröff: SSt 55/22
- 11 Os 101/84
Entscheidungstext OGH 19.09.1984 11 Os 101/84
Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SSt 55/62
- 11 Os 119/85
Entscheidungstext OGH 23.09.1985 11 Os 119/85
Vgl auch
- 15 Os 150/87
Entscheidungstext OGH 24.11.1987 15 Os 150/87
Vgl; Beisatz: Kumulative Annahme von Bestimmungstäterschaft und unmittelbarer Täterschaft zwar rechtlich verfehlt, jedoch im Hinblick auf die rechtliche Gleichwertigkeit der Täterschaftsformen des § 12 StGB ohne Nachteil für den Angeklagten. (T4)
- 11 Os 27/90
Entscheidungstext OGH 25.04.1990 11 Os 27/90
Vgl auch; Beis wie T1
- 15 Os 5/91
Entscheidungstext OGH 17.10.1991 15 Os 5/91
Vgl auch; Beis wie T2
- 12 Os 45/95
Entscheidungstext OGH 29.06.1995 12 Os 45/95
Vgl auch; Beis wie T2
- 14 Os 42/09x
Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
Vgl; Beisatz: Bestimmung tritt hinter unmittelbarer Täterschaft als materiell subsidiär zurück. (T5)
Beisatz: Zu amtswegiger Bereinigung nach § 290 Abs 1 zweiter Satz StPO sieht sich der Oberste Gerichtshof mangels eines effektiven Nachteils für den Angeklagten ebenfalls nicht veranlasst. Bindung an die im Urteil insoweit unrichtig vorgenommene Subsumtion besteht angesichts dieser Klarstellung nicht (RS0118870). (T6)
- 14 Os 8/17h
Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 8/17h
Auch
- 15 Os 3/23i
Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 3/23i
vgl; Beisatz: Hier nur: Wenn der Bestimmende selbst an der Tat mitwirkt, ist diesem die Bestimmung nicht gesondert nach § 12 zweiter Fall StGB, sondern nur als erschwerend (§ 33 Z 4 StGB) anzulasten. (T7)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0089635
Zuletzt aktualisiert am
15.05.2023
Dokumentnummer
JJR_19781130_OGH0002_0120OS00125_7800000_001