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Rechtssatz RS0090646×

Rechtssatz RS0090646

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0090646

Geschäftszahl

13Os25/77; 13Os27/78; 12Os41/78; 9Os63/78; 11Os50/79 (11Os51/79, 11Os52/79); 9Os192/81; 11Os94/85; 11Os107/86; 12Os24/88 (12Os25/88); 13Os8/91; 15Os87/11z

Entscheidungsdatum

21.09.2011

Rechtssatz

Bemißt der OGH gemäß Paragraph 292, StPO - nach Aufhebung des rechtskräftigen Urteils - auch die Strafe neu, nimmt er auch auf die in der Zwischenzeit ergangenen weiteren rechtskräftigen Urteile gemäß Paragraphen 31, 40, StGB Bedacht.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 25/77
    Entscheidungstext OGH 03.03.1977 13 Os 25/77
  • 13 Os 27/78
    Entscheidungstext OGH 16.02.1978 13 Os 27/78
    Vgl; Beisatz: Auch im Berufungsverfahren ist gemäß §§ 31, 40 StGB auf das zwischenzeitig rechtskräftige Vorurteil Bedacht zu nehmen (so schon 11 Os 75/75). (T1)
  • 12 Os 41/78
    Entscheidungstext OGH 06.04.1978 12 Os 41/78
    Beisatz: Hier: Das Urteil, auf welches der OGH Bedacht nahm, war vorher (ebenfalls auf Grund einer Beschwerde gemäß § 33 StPO im Strafausspruch abgeändert worden. (T2)
  • 9 Os 63/78
    Entscheidungstext OGH 09.05.1978 9 Os 63/78
  • 11 Os 50/79
    Entscheidungstext OGH 29.05.1979 11 Os 50/79
    Vgl; Beisatz: Werden mit einer Entscheidung zwei Urteile aufgehoben und zwei Neubemessungen vorgenommen, erfolgt diesbezüglich keine Bedachtnahme. (T3)
  • 9 Os 192/81
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 9 Os 192/81
  • 11 Os 94/85
    Entscheidungstext OGH 23.07.1985 11 Os 94/85
  • 11 Os 107/86
    Entscheidungstext OGH 02.09.1986 11 Os 107/86
  • 12 Os 24/88
    Entscheidungstext OGH 07.04.1988 12 Os 24/88
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 13 Os 8/91
    Entscheidungstext OGH 20.03.1991 13 Os 8/91
  • 15 Os 87/11z
    Entscheidungstext OGH 21.09.2011 15 Os 87/11z
    Vgl auch; Beisatz: Ist jedoch ein weiterer Schuldspruch bereits unter Bedachtnahme auf das nunmehr aufgehobene Urteil ergangen, würde sich eine neuerliche Bedachtnahme unzulässig zum Vorteil des Angeklagten auswirken, weil die Bestimmung des § 31 StGB nur eine in der getrennten Verfahrensführung bestehende Benachteiligung verhindern will. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0090646

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.11.2011

Dokumentnummer

JJR_19770303_OGH0002_0130OS00025_7700000_002