Rechtssatz RS0104122
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0104122
Entscheidungsdatum
21.03.2022
Rechtssatz
Schließt ein Miteigentümer (oder ein Hausverwalter) einen Hauptmietvertrag ab, so handelt er dabei, selbst wenn er dies nicht zum Ausdruck bringt, im Zweifel als Vertreter derjenigen, mit denen allein ein Hauptmietvertrag wirksam zustande kommen kann, also sämtlicher Eigentümer. Mangels einer gegenteiligen Erklärung muß also das Auftreten des vermietenden Miteigentümers dahin verstanden werden, daß er damit auch die anderen Eigentümer verpflichten wolle.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 520/89
Entscheidungstext OGH 04.04.1989 4 Ob 520/89
Veröff: JBl 1989,526 = RZ 1989/97 S 252
- 6 Ob 615/91
Entscheidungstext OGH 07.11.1991 6 Ob 615/91
Auch
- 5 Ob 37/92
Entscheidungstext OGH 07.04.1992 5 Ob 37/92
Auch; Beisatz: Dies auch dann, wenn alle übrigen Miteigentümer und Partner der Benützungsvereinbarung über Wohnungseigentum verfügen. (T1)
- 1 Ob 569/94
Entscheidungstext OGH 14.07.1994 1 Ob 569/94
Auch; Veröff: SZ 67/130
- 6 Ob 52/97h
Entscheidungstext OGH 24.04.1997 6 Ob 52/97h
- 5 Ob 454/97v
Entscheidungstext OGH 09.12.1997 5 Ob 454/97v
Vgl auch; Veröff: SZ 70/256
- 8 Ob 171/98z
Entscheidungstext OGH 15.10.1998 8 Ob 171/98z
- 1 Ob 187/02k
Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 187/02k
Beisatz: Ein Miteigentümer, der einen Mietvertrag schloss, obgleich er nicht über die Anteilsmehrheit verfügte und nach dem Verhältnis der Miteigentümer auch sonst nicht befugt war, Hauptmietrechte zu begründen, übernimmt daher die Pflicht, dem Vertragspartner die ihmnach objektiven Gesichtspunkten zugesicherte Rechtsstellung eines Hauptmieters zu verschaffen. (T2)
- 1 Ob 206/14x
Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 206/14x
Vgl
- 5 Ob 150/21a
Entscheidungstext OGH 21.03.2022 5 Ob 150/21a
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0104122
Zuletzt aktualisiert am
30.05.2022
Dokumentnummer
JJR_19890404_OGH0002_0040OB00520_8900000_004