Rechtssatz RS0106971
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0106971
Entscheidungsdatum
23.09.2025
Rechtssatz
Verzeihung ist einerseits ein subjektiver innerer Vorgang, der ohne Rücksicht auf sein Motiv nicht durch Willensmängel beeinflusst sein darf, andererseits aber auch die Äußerung dieses Vorganges, nicht notwendigerweise gegenüber dem anderen Ehegatten, und zwar bei voller Kenntnis der Verfehlung. Diese Äußerung muss dahin gehen, die Ehe fortsetzen zu wollen. Verzeihung kann aufschiebend bedingt oder befristet gewährt werden, sie ist aber danach unwiderruflich. Für die Verzeihung ist der Ehegatte, der die Verfehlung begangen hat, beweispflichtig.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 23/97a
Entscheidungstext OGH 19.03.1997 7 Ob 23/97a
- 1 Ob 170/99b
Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 170/99b
nur: Für die Verzeihung ist der Ehegatte, der die Verfehlung begangen hat, beweispflichtig. (T1)
- 3 Ob 149/01k
Entscheidungstext OGH 24.10.2001 3 Ob 149/01k
nur T1
- 4 Ob 247/01d
Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 247/01d
nur T1
- 10 Ob 314/02b
Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 Ob 314/02b
Auch; nur T1
- 9 Ob 76/03x
Entscheidungstext OGH 09.07.2003 9 Ob 76/03x
nur T1
- 8 Ob 71/05g
Entscheidungstext OGH 30.06.2005 8 Ob 71/05g
nur T1
- 9 Ob 66/10m
Entscheidungstext OGH 22.10.2010 9 Ob 66/10m
nur T1
- 8 Ob 47/12p
Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 Ob 47/12p
nur T1
- 7 Ob 21/19t
Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 21/19t
nur T1
- 6 Ob 99/20g
Entscheidungstext OGH 17.12.2020 6 Ob 99/20g
Vgl
- 5 Ob 103/25w
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 23.09.2025 5 Ob 103/25w
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0106971
Zuletzt aktualisiert am
20.10.2025
Dokumentnummer
JJR_19970319_OGH0002_0070OB00023_97A0000_001