Rechtssatz RS0111791
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0111791
Entscheidungsdatum
30.01.2025
Rechtssatz
Das Anbringen und die Zurückweisung (Abweisung) einer negativen Feststellungsklage bewirkt keine Unterbrechung der Verjährung. Träte sonst die Verjährung einer Forderung deshalb ein, weil infolge Anhängigkeit einer negativen Feststellungsklage die Einbringung einer positiven Feststellungsklage - wegen Streitanhängigkeit - nicht möglich war, ist das Rechtsschutzbedürfnis des Anspruchswerbers dadurch gewahrt, dass er einem allfälligen Verjährungseinwand die Repilk der Arglist entgegenhalten kann.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 55/99s
Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 55/99s
- 3 Ob 36/99m
Entscheidungstext OGH 28.10.1999 3 Ob 36/99m
- 7 Ob 254/03h
Entscheidungstext OGH 19.11.2003 7 Ob 254/03h
Auch; Veröff: SZ 2003/149
- 7 Ob 148/05y
Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 148/05y
Vgl auch
- 6 Ob 100/05g
Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 100/05g
Vgl auch
- 1 Ob 66/08z
Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 66/08z
- 5 Ob 55/24k
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.01.2025 5 Ob 55/24k
Beisatz: Hier: Verstoß gegen Treu und Glauben durch Verjährungseinrede verneint, zumal die negative Feststellungsklage die während des Verfahrens eingetretene Verjährung nicht bewirkte und die Beklagte bereits über einen rechtskräftigen Titel verfügte und Exekution hätte führen können. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111791
Zuletzt aktualisiert am
25.03.2025
Dokumentnummer
JJR_19990323_OGH0002_0010OB00055_99S0000_001