Rechtssatz RS0112489
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0112489
Entscheidungsdatum
25.06.2020
Rechtssatz
Die für das Verschulden erforderliche Voraussehbarkeit des Schadens muss sich nicht mit der Voraussehbarkeit des Schadens als Voraussetzung adäquater Verursachung decken. Während es beim Verschulden auf die im konkreten Fall gegebenen Umstände ankommt, ist ein Schaden schon dann adäquat verursacht, wenn die generelle Eignung der Ursache, den Schaden herbeizuführen, nicht außerhalb der allgemeinen menschlichen Erfahrung liegt.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 216/99i
Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 216/99i
- 1 Ob 269/00s
Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 269/00s
- 2 Ob 143/02x
Entscheidungstext OGH 18.03.2004 2 Ob 143/02x
Auch
- 4 Ob 35/10s
Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 35/10s
Auch; nur: Ein Schaden ist schon dann adäquat verursacht, wenn die generelle Eignung der Ursache, den Schaden herbeizuführen, nicht außerhalb der allgemeinen menschlichen Erfahrung liegt. (T1)
- 6 Ob 146/10d
Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 146/10d
nur T1
- 3 Ob 138/11g
Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 138/11g
Vgl auch; Beisatz: Das Abstellen auf die konkreten Umstände des Einzelfalls bei der Beurteilung der für die Fahrlässigkeitsschuld erforderlichen Voraussehbarkeit des Schadens schließt in der Regel – von Fällen krasser Fehlbeurteilung abgesehen – das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage aus. (T2)
- 10 Ob 55/13f
Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 Ob 55/13f
Auch; Veröff: SZ 2014/14
- 9 ObA 141/16z
Entscheidungstext OGH 29.11.2016 9 ObA 141/16z
Auch; Beis wie T2
- 7 Ob 103/19a
Entscheidungstext OGH 28.08.2019 7 Ob 103/19a
nur T1
- 9 Ob 20/20m
Entscheidungstext OGH 25.06.2020 9 Ob 20/20m
Vgl; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112489
Zuletzt aktualisiert am
26.08.2020
Dokumentnummer
JJR_19990914_OGH0002_0040OB00216_99I0000_002