Rechtssatz RS0114017
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0114017
Entscheidungsdatum
26.03.2026
Rechtssatz
Es besteht kein zwingender Anlass, Rechtfertigungsgründe und daraus resultierende Ausnahmen vom gerichtlichen Verbot in den Spruch aufzunehmen, gelten diese doch auf Grund des Gesetzes unabhängig davon, ob sie im Spruch des Unterlassungsgebotes ausdrücklich erwähnt werden oder nicht. Liegt der rechtfertigende Tatbestand vor, kann auf Grund des hier ergangenen gerichtlichen Unterlassungsgebotes nicht erfolgreich Exekution geführt werden.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 114/00h
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 114/00h
Veröff: SZ 73/117
- 6 Ob 153/01w
Entscheidungstext OGH 05.07.2001 6 Ob 153/01w
Auch
- 4 Ob 76/03k
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 76/03k
- 6 Ob 238/03y
Entscheidungstext OGH 23.10.2003 6 Ob 238/03y
- 6 Ob 246/04a
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 246/04a
- 4 Ob 29/07d
Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 29/07d
Beisatz: Gleiches muss für die hier zu beurteilende Spürbarkeit der Wettbewerbsverletzung gelten. (T1)
Veröff: SZ 2007/61
- 4 Ob 48/08z
Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 48/08z
Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt auch für die mögliche Rechtfertigung der Abgabe von nicht zugelassenen Arzneimittelspezialitäten nach den Ausnahmetatbeständen des § 7 Z 1 bis 3 AMG. (T2)
- 4 Ob 27/08m
Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 27/08m
Vgl aber; Beisatz: Hier geht es aber nicht darum, dass ein an sich rechtswidriges Verhalten unter besonderen Umständen erlaubt sein könnte. Vielmehr ist das im Spruch des Rekursgerichts genannte Verhalten von vornherein nur unter bestimmten weiteren Voraussetzungen rechtswidrig. Diese Voraussetzungen sind im Spruch anzuführen. (T3)
- 4 Ob 33/09w
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 33/09w
Beisatz: Die mögliche Rechtfertigung der Werbung für nicht zugelassene Arzneimittelspezialitäten nach den Ausnahmetatbeständen des § 50a Abs1 Z 2-5 AMG muss deshalb nicht zwingend in den Spruch aufgenommen werden. (T4)
- 4 Ob 56/10d
Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 56/10d
Auch; Beisatz: Es ist auch nicht erforderlich, in einem Unterlassungsgebot ausdrücklich festzuhalten, dass ein „ausreichend deutlicher Hinweis“ die sonst bestehende Irreführungseignung beseitigen kann. (T5)
- 4 Ob 110/13z
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 110/13z
- 4 Ob 95/14w
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 95/14w
- 3 Ob 150/14a
Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 150/14a
Auch; Beis wie T1
- 4 Ob 21/15i
Entscheidungstext OGH 24.03.2015 4 Ob 21/15i
- 8 Ob 48/17t
Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 48/17t
Veröff: SZ 2017/85
- 4 Ob 175/20v
Entscheidungstext OGH 26.11.2020 4 Ob 175/20v
Beisatz: Dies bezieht sich auch auf den allfälligen Erwerb von Rechten in der Zukunft. (T6)
- 6 Ob 16/21b
Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 16/21b
- 4 Ob 76/24s
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.12.2024 4 Ob 76/24s
vgl; Beisatz: Hier sinngemäß zu einem Verbot ein Produkt als kostenfrei zu bewerben, wenn natürliche Personen in jedem Fall eine Speichermedienvergütung von 3 EUR zahlen müssen. (T7)
- 4 Ob 76/25t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2026 4 Ob 76/25t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114017
Zuletzt aktualisiert am
30.07.2026
Dokumentnummer
JJR_20000713_OGH0002_0060OB00114_00H0000_006