Rechtssatz RS0120560
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0120560
Entscheidungsdatum
23.04.2025
Rechtssatz
Die Geldbuße nach der KartGNov 2002 ist nach ihrem Zweck und ihrer Wirkung eine Sanktion mit strafrechtsähnlichem Charakter.
Von der Verhängung einer Geldbuße ist - in Analogie zu § 42 StGB (nunmehr § 191 Abs 1 StPO) und § 21 Abs 1 VStG - im Fall geringer Schuld und unbedeutender Folgen abzusehen, wenn eine Bestrafung weder aus spezial - noch generalpräventiven Gründen erforderlich ist.Von der Verhängung einer Geldbuße ist - in Analogie zu Paragraph 42, StGB (nunmehr Paragraph 191, Absatz eins, StPO) und Paragraph 21, Absatz eins, VStG - im Fall geringer Schuld und unbedeutender Folgen abzusehen, wenn eine Bestrafung weder aus spezial - noch generalpräventiven Gründen erforderlich ist.
Entscheidungstexte
- 16 Ok 52/05
Entscheidungstext OGH 27.02.2006 16 Ok 52/05
Veröff: SZ 2006/30
- 16 Ok 3/06
Entscheidungstext OGH 26.06.2006 16 Ok 3/06
Vgl; nur: Die Geldbuße nach der KartGNov 2002 ist nach ihrem Zweck und ihrer Wirkung eine Sanktion mit strafrechtsähnlichem Charakter. (T1)
- 16 Ok 4/07
Entscheidungstext OGH 12.09.2007 16 Ok 4/07
Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: Geldbuße nach § 29 KartG 2005. (T2)
Bem.: Jedoch keine analoge Anwendung von § 34 StGB bei Bemessung einer Geldbuße wegen abschließender Regelung in § 30 KartG 2005 (siehe RS0122744). (T3)
- 5 Ob 154/07v
Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 154/07v
Vgl aber; Beisatz: Die kartellrechtlichen Geldbußentatbestände stellen, selbst wenn man sie als strafrechtlich qualifiziert, jedenfalls keine strafgerichtliche Verfolgung dar. (T4)
Beisatz: Hier: § 29 KartG 2005. (T5)
- 16 Ok 8/07
Entscheidungstext OGH 21.01.2008 16 Ok 8/07
Auch; Beisatz: Die Bedeutung der verletzten Auskunftspflicht ist nicht an der subjektiven Einschätzung der Rekurswerberin, sondern am objektiven Maßstab der Rechtsordnung zu messen. (T6); Veröff: SZ 2008/5
- 16 Ok 2/11
Entscheidungstext OGH 05.12.2011 16 Ok 2/11
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Bei geringem Verschulden und unbedeutsamen Folgen kommt in Ausnahmefällen auch ein gänzliches Absehen von der Geldbuße in Betracht. (T7)
Veröff: SZ 2011/142
- 16 Ok 6/12
Entscheidungstext OGH 02.12.2013 16 Ok 6/12
nur T1
- 16 Ok 2/17f
Entscheidungstext OGH 07.12.2017 16 Ok 2/17f
- 16 Ok 4/23h
Entscheidungstext OGH 30.11.2023 16 Ok 4/23h
Beisatz: Hier: Kein bloß geringes Verschulden, weil die Antragsgegnerin im - der BWB übermittelten - Anmeldeentwurf den mittelbaren Erwerb der Lebensmitteleinzelhandels-Flächen durch die Einmietung der Tochtergesellschaft im Einkaufszentrum als Asset-Deal im Sinn des § 7 Abs 1 Z 1 KartG bezeichnete und daher die Qualifikation einer langfristigen Einmietung am Standort eines bereits zuvor betriebenen Lebensmitteleinzelhandels als Zusammenschluss also durchaus erkannte. (T8)
- 16 Ok 5/23f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.05.2024 16 Ok 5/23f
vgl
- 16 Ok 1/25w
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.04.2025 16 Ok 1/25w
Beisatz wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2006:RS0120560
Zuletzt aktualisiert am
20.05.2025
Dokumentnummer
JJR_20060227_OGH0002_0160OK00052_0500000_002