Rechtssatz RS0124177
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0124177
Geschäftszahl
15Os102/08a; 12Os83/08k (12Os107/08i); 12Os102/08d; 12Os93/08f; 12Os13/09t; 15Os71/09v; 14Os15/09a; 11Os116/09g; 14Os104/10s; 12Os39/10t; 13Os91/10x; 15Os152/10g (15Os153/10d); 12Os82/11t (12Os83/11i, 12Os84/11m, 12Os85/11h, 12Os86/11f, 12Os87/11b, 12Os88/11z, 12Os89/11x, 12Os90/11v, 12Os91/11s, 12Os92/11p); 12Os143/11p (12Os144/11k, 12Os145/11g)
Entscheidungsdatum
18.10.2011
Rechtssatz
Die Unterstellung der Taten unter § 27 Abs 1 SMG in der seit 1. Jänner 2008 in Geltung stehenden Fassung, BGBl I 110/2007, ist schon deshalb nicht per se verfehlt, weil angesichts der in § 27 Abs 2 SMG vorgesehenen (mit § 27 Abs 1 SMG aF identen) Strafdrohung im Zusammenhalt mit der nunmehr gegenüber der Rechtslage vor Inkrafttreten der SMG-Novelle 2007 weitergehenden Diversionsmöglichkeit nach § 35 Abs 1 und Abs 2 SMG für den Rechtsmittelwerber (nach § 48 SMG in Verbindung mit § 61 StGB) § 27 Abs 2 in Verbindung mit Abs 1 Z 1 erster und zweiter Fall SMG als günstigere Bestimmung anzusehen ist.Die Unterstellung der Taten unter Paragraph 27, Absatz eins, SMG in der seit 1. Jänner 2008 in Geltung stehenden Fassung, Bundesgesetzblatt Teil eins, 110 aus 2007,, ist schon deshalb nicht per se verfehlt, weil angesichts der in Paragraph 27, Absatz 2, SMG vorgesehenen (mit Paragraph 27, Absatz eins, SMG aF identen) Strafdrohung im Zusammenhalt mit der nunmehr gegenüber der Rechtslage vor Inkrafttreten der SMG-Novelle 2007 weitergehenden Diversionsmöglichkeit nach Paragraph 35, Absatz eins und Absatz 2, SMG für den Rechtsmittelwerber (nach Paragraph 48, SMG in Verbindung mit Paragraph 61, StGB) Paragraph 27, Absatz 2, in Verbindung mit Absatz eins, Ziffer eins, erster und zweiter Fall SMG als günstigere Bestimmung anzusehen ist.
Entscheidungstexte
- 15 Os 102/08a
Entscheidungstext OGH 16.10.2008 15 Os 102/08a
Beisatz: Vgl 12 Os 102/08d. (T1)
- 12 Os 83/08k
Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 83/08k
Vgl; Beisatz: Angesichts der im § 27 Abs 2 SMG vorgesehenen Strafdrohung im Zusammenhalt mit der nunmehr gegenüber der Rechtslage vor Inkrafttreten der SMG-Novelle 2007 wesentlich weiter gehenden Diversionsmöglichkeit nach § 35 Abs 1 SMG wäre nach § 48 SMG iVm § 61 StGB fallbezogen, die für den Erstangeklagten günstigere Bestimmung des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften nach § 27 Abs 2 iVm Abs 1 Z 1 erster, zweiter und achter Fall SMG anzuwenden gewesen. (T2)
- 12 Os 102/08d
Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 102/08d
Beis wie T2
- 12 Os 93/08f
Entscheidungstext OGH 22.08.2008 12 Os 93/08f
Vgl; Beisatz: Die bei Vorliegen der in § 27 Abs 2 Z 2 zweiter Satz SMG aF genannten, gewerbsmäßige Tatbegehung privilegierenden Umstände relevante Strafdrohung des § 27 Abs 1 SMG aF einer (alternativ zu einer Geldstrafe zu verhängenden) Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten ist für den Angeklagten günstiger als die in § 27 Abs 5 SMG idgF für die in Rede stehende Fallkonstellation (übrigens ohne alternative Geldstrafdrohung) vorgesehene Androhung einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Hinzu kommt, dass § 27 Abs 5 SMG bei Vorliegen der genannten privilegierenden Umstände nur den Strafsatz einer strafbaren Handlung nach § 27 Abs 1 Z 1 (oder 2), Abs 3 (oder 4 Z 2) SMG reduziert, wogegen sich § 27 Abs 2 Z 2 zweiter Satz SMG aF auf die Subsumtion selbst derart auswirkt, dass die qualifizierte strafbare Handlung nach § 27 Abs 2 Z 2 erster Satz SMG aF nicht anzunehmen ist. (T3)
- 12 Os 13/09t
Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 13/09t
Vgl; Beisatz: Hier: Die Tathandlungen wurden § 27 Abs 1 erster und zweiter Fall SMG aF unterstellt; dies indes zu Unrecht, weil bei Begehung der Straftat des § 27 Abs 1 SMG in der seit 1. Jänner 2008 in Geltung stehenden Fassung, BGBl I 110/2007, ausschließlich zum persönlichen Gebrauch Abs 2 leg cit eine mit § 27 Abs 1 SMG aF idente Strafdrohung vorsieht, sodass § 27 Abs 1 Z 1 erster und zweiter Fall, Abs 2 SMG idgF schon aus diesem Grund gemäß § 48 SMG iVm § 61 StGB auch im vorliegenden Fall anzuwenden gewesen wären. Da dies bei beiden Angeklagten bei der Strafbemessung ohne nachteilige Auswirkungen blieb, bedarf es jedoch keines Vorgehens nach § 290 Abs 1 StGB. (T4)
- 15 Os 71/09v
Entscheidungstext OGH 19.08.2009 15 Os 71/09v
- 14 Os 15/09a
Entscheidungstext OGH 23.06.2009 14 Os 15/09a
Vgl
- 11 Os 116/09g
Entscheidungstext OGH 08.09.2009 11 Os 116/09g
Vgl
- 14 Os 104/10s
Entscheidungstext OGH 24.08.2010 14 Os 104/10s
Vgl
- 12 Os 39/10t
Entscheidungstext OGH 10.06.2010 12 Os 39/10t
Vgl
- 13 Os 91/10x
Entscheidungstext OGH 30.09.2010 13 Os 91/10x
Vgl
- 15 Os 152/10g
Entscheidungstext OGH 15.12.2010 15 Os 152/10g
Vgl auch
- 12 Os 82/11t
Entscheidungstext OGH 09.08.2011 12 Os 82/11t
Vgl; Beis ähnlich wie T2
- 12 Os 143/11p
Entscheidungstext OGH 18.10.2011 12 Os 143/11p
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124177
Zuletzt aktualisiert am
05.12.2011
Dokumentnummer
JJR_20081016_OGH0002_0150OS00102_08A0000_001