Rechtssatz RS0013589
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0013589
Entscheidungsdatum
28.09.2022
Rechtssatz
Ein gegen die nicht nur den Mehrheitseigentümern, sondern auch dem daher nicht schutzwürdigen Mieter bekannten Interessen des Minderheitseigentümers verstoßende Abschluss eines Mietvertrages ist eine außerordentliche Verwaltungsmaßnahme.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 71/86
Entscheidungstext OGH 19.11.1986 3 Ob 71/86
Veröff: SZ 59/203 = JBl 1987,445
- 8 Ob 680/90
Entscheidungstext OGH 20.12.1990 8 Ob 680/90
Veröff: WoBl 1991,160
- 8 Ob 2027/96p
Entscheidungstext OGH 18.04.1996 8 Ob 2027/96p
Ähnlich; Beisatz: Ein Mietvertrag, der nicht dazu dient, dem Mieter gegen angemessenes Entgelt eine Wohnmöglichkeit zu geben, sondern dazu, dem Mehrheitseigentümer im Wege der Untervermietung zu einem höheren, nicht in die Hausabrechnung fließenden Zins ein ausschließlich ihm zufließendes Zusatzeinkommen zu verschaffen, kann nicht als gewöhnliche, im Interesse aller Miteigentümer liegende Verwaltungsmaßnahme qualifiziert werden. (T1)
- 7 Ob 83/97z
Entscheidungstext OGH 16.04.1997 7 Ob 83/97z
- 5 Ob 230/99f
Entscheidungstext OGH 31.08.1999 5 Ob 230/99f
Vgl auch
- 5 Ob 102/01p
Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 102/01p
Ähnlich; nur: Ein gegen die den Mehrheitseigentümern bekannten Interessen des Minderheitseigentümers verstoßende Abschluss eines Mietvertrages ist eine außerordentliche Verwaltungsmaßnahme. (T2)
Beisatz: Hier: Weil die Anhebung des Hauptmietzinses offensichtlich den Interessen eines "Miteigentümers" widerspricht, handelt es sich bei den damit zusammenhängenden Maßnahmen um solche der außerordentlichen Verwaltung. (T3)
- 2 Ob 244/07g
Entscheidungstext OGH 17.12.2007 2 Ob 244/07g
- 1 Ob 207/14v
Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 207/14v
- 2 Ob 198/17g
Entscheidungstext OGH 16.05.2018 2 Ob 198/17g
Teilweise abweichend; nur T2, Beisatz: Hier: Nutzungsmöglichkeit an einem im Miteigentum stehenden Badesee. (T4)
Beisatz: Für die ex ante anzustellende Beurteilung, ob ein Vertragsabschluss der ordentlichen oder außerordentlichen Verwaltung zuzurechnen ist, kann der Kenntnisstand des Vertragspartners nicht maßgebend sein. (T5)
Veröff: SZ 2018/37
- 7 Ob 48/18m
Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 48/18m
- 5 Ob 218/20z
Entscheidungstext OGH 07.01.2021 5 Ob 218/20z
- 9 Ob 61/21t
Entscheidungstext OGH 27.01.2022 9 Ob 61/21t
- 2 Ob 165/21k
Entscheidungstext OGH 27.09.2022 2 Ob 165/21k
- 9 Ob 78/22v
Entscheidungstext OGH 28.09.2022 9 Ob 78/22v
nur T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0013589
Zuletzt aktualisiert am
18.11.2022
Dokumentnummer
JJR_19861119_OGH0002_0030OB00071_8600000_003