Rechtssatz RS0016215
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016215
Geschäftszahl
6Ob189/61; 5Ob67/67 (5Ob68/67); 7Ob677/77; 7Ob741/77; 7Ob40/78; 7Ob671/78; 4Ob137/83; 1Ob608/84; 7Ob542/86; 2Ob728/86; 5Ob536/88 (5Ob537/88); 1Ob606/88; 1Ob1538/95; 6Ob2103/96z; 3Ob2043/96d; 6Ob24/10p; 3Ob242/18m; 4Ob58/20p
Entscheidungsdatum
22.12.2020
Rechtssatz
Bei Beurteilung der Frage, wann dem Partner des Irrenden dessen Irrtum "aus den Umständen offenbar auffallen musste" ( § 871 ABGB ), ist nicht auf das subjektive Wissen, bzw das Verschulden des Partners des Irrenden abzustellen; es genügt für das Eingreifen der Irrtumsregeln, wenn er objektiv bei der im Verkehr üblichen und nach Treu und Glauben vorausgesetzten Aufmerksamkeit den Irrtum bemerken oder wenigstens den Verdacht eines Irrtums schöpfen hätte können. Gschnitzer in Klang 2 Auflage, IV/1, 131 JBl 1967,426.Bei Beurteilung der Frage, wann dem Partner des Irrenden dessen Irrtum "aus den Umständen offenbar auffallen musste" ( Paragraph 871, ABGB ), ist nicht auf das subjektive Wissen, bzw das Verschulden des Partners des Irrenden abzustellen; es genügt für das Eingreifen der Irrtumsregeln, wenn er objektiv bei der im Verkehr üblichen und nach Treu und Glauben vorausgesetzten Aufmerksamkeit den Irrtum bemerken oder wenigstens den Verdacht eines Irrtums schöpfen hätte können. Gschnitzer in Klang 2 Auflage, IV/1, 131 JBl 1967,426.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 189/61
Entscheidungstext OGH 21.06.1961 6 Ob 189/61
- 5 Ob 67/67
Entscheidungstext OGH 07.04.1967 5 Ob 67/67
- 7 Ob 677/77
Entscheidungstext OGH 17.11.1977 7 Ob 677/77
Beisatz: ZB wegen der Höhe des Preises. (T1)
- 7 Ob 741/77
Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Ob 741/77
Auch
- 7 Ob 40/78
Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 40/78
- 7 Ob 671/78
Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 671/78
Beis wie T1; Veröff: SZ 51/144
- 4 Ob 137/83
Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 137/83
Auch; Beisatz: Hier: Bezug zur Rechtsunkundigkeit (T2)
- 1 Ob 608/84
Entscheidungstext OGH 11.07.1984 1 Ob 608/84
nur: Es genügt für das Eingreifen der Irrtumsregeln, wenn er bei der im Verkehr üblichen und nach Treu und Glauben vorausgesetzten Aufmerksamkeit den Irrtum bemerken oder wenigstens den Verdacht eines Irrtums schöpfen hätte können. (T3) Beis wie T1
- 7 Ob 542/86
Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 542/86
nur T1
- 2 Ob 728/86
Entscheidungstext OGH 29.09.1987 2 Ob 728/86
nur T1
- 5 Ob 536/88
Entscheidungstext OGH 26.04.1988 5 Ob 536/88
- 1 Ob 606/88
Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 606/88
nur T1; Beisatz: Wenn der Vertragspartner den Irrtum fahrlässig nicht entdeckte. (T4) Veröff: JBl 1988,783 = RdW 1989,22
- 1 Ob 1538/95
Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1538/95
Auch
- 6 Ob 2103/96z
Entscheidungstext OGH 11.07.1996 6 Ob 2103/96z
nur T3
- 3 Ob 2043/96d
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 2043/96d
nur T3; Veröff: SZ 70/133
- 6 Ob 24/10p
Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 24/10p
Vgl
- 3 Ob 242/18m
Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 242/18m
Auch
- 4 Ob 58/20p
Entscheidungstext OGH 22.12.2020 4 Ob 58/20p
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0016215
Zuletzt aktualisiert am
01.03.2021
Dokumentnummer
JJR_19610621_OGH0002_0060OB00189_6100000_001