Rechtssatz RS0017240
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0017240
Geschäftszahl
5Ob200/75; 5Ob258/75; 5Ob257/75; 5Ob529/76; 1Ob522/79; 1Ob579/80; 5Ob662/80; 8Ob37/81; 6Ob693/81; 5Ob652/81; 7Ob686/86; 1Ob656/88; 1Ob664/90; 10Ob38/00m; 2Ob76/09d; 8Ob155/09s
Entscheidungsdatum
23.03.2010
Rechtssatz
1./ Die Belastung des Unternehmers mit dem Beweis dafür, dass er der Warnpflicht entsprochen hat oder dass die Warnpflicht mangels Schutzbedürfnisses des Bestellers entfällt, ist dadurch gerechtfertigt, dass die Lebensverhältnisse in der Sphäre des Schuldners für den Gläubiger nicht durchschaubar sind und er daher in Beweisnotstand geriete, wenn er das Verschulden beweisen müsste.
2./ Die gleiche Interessenlage gebietet schlechthin für die Verletzung der Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten aus einem bestehenden rechtsgeschäftlichen Schuldverhältnis die Anwendung der Regel des § 1298 ABGB.2./ Die gleiche Interessenlage gebietet schlechthin für die Verletzung der Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten aus einem bestehenden rechtsgeschäftlichen Schuldverhältnis die Anwendung der Regel des Paragraph 1298, ABGB.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 200/75
Entscheidungstext OGH 16.12.1975 5 Ob 200/75
- 5 Ob 258/75
Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 258/75
nur: Die gleiche Interessenlage gebietet schlechthin für die Verletzung der Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten aus einem bestehenden rechtsgeschäftlichen Schuldverhältnis die Anwendung der Regel des § 1298 ABGB. (T1); Beisatz: Auch bei Verletzung vertraglicher Schutzpflichten zugunsten Dritter. (T2)
- 5 Ob 257/75
Entscheidungstext OGH 09.03.1976 5 Ob 257/75
nur T1
- 5 Ob 529/76
Entscheidungstext OGH 11.05.1976 5 Ob 529/76
Ähnlich; nur: Die Belastung des Unternehmers mit dem Beweis dafür, dass er der Warnpflicht entsprochen hat oder dass die Warnpflicht mangels Schutzbedürfnisses des Bestellers entfällt, ist dadurch gerechtfertigt, dass die Lebensverhältnisse in der Sphäre des Schuldners für den Gläubiger nicht durchschaubar sind und er daher in Beweisnotstand geriete, wenn er das Verschulden beweisen müsste. (T3); Beisatz: Hier: Nichterbringung der werkvertraglich geschuldeten Leistung. (T4)
- 1 Ob 522/79
Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 522/79
nur T3; Veröff: SZ 52/15
- 1 Ob 579/80
Entscheidungstext OGH 18.06.1980 1 Ob 579/80
nur T3
- 5 Ob 662/80
Entscheidungstext OGH 09.09.1980 5 Ob 662/80
nur: Die Belastung des Unternehmers mit dem Beweis dafür, dass er der Warnpflicht entsprochen hat oder dass die Warnpflicht mangels Schutzbedürfnisses des Bestellers entfällt. (T5)
- 8 Ob 37/81
Entscheidungstext OGH 21.05.1981 8 Ob 37/81
Auch; nur T1
- 6 Ob 693/81
Entscheidungstext OGH 12.08.1981 6 Ob 693/81
Vgl auch; Beis wie T5
- 5 Ob 652/81
Entscheidungstext OGH 15.02.1983 5 Ob 652/81
nur: Die Lebensverhältnisse in der Sphäre des Schuldners für den Gläubiger nicht durchschaubar sind und er daher in Beweisnotstand geriete, wenn er das Verschulden beweisen müsste. (T6); nur T1
- 7 Ob 686/86
Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 686/86
nur T5
- 1 Ob 656/88
Entscheidungstext OGH 07.09.1988 1 Ob 656/88
nur T6; Veröff: SZ 61/190 = RdW 1989,24 = JBl 1989,175 (Humel)
- 1 Ob 664/90
Entscheidungstext OGH 16.01.1991 1 Ob 664/90
nur T6; nur T1; Beis T2; Veröff: JBl 1991,453 = RdW 1991,174
- 10 Ob 38/00m
Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 38/00m
Auch; nur T1
- 2 Ob 76/09d
Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 76/09d
Auch
- 8 Ob 155/09s
Entscheidungstext OGH 23.03.2010 8 Ob 155/09s
Vgl auch; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0017240
Zuletzt aktualisiert am
25.05.2010
Dokumentnummer
JJR_19751216_OGH0002_0050OB00200_7500000_001