Rechtssatz RS0017321
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0017321
Entscheidungsdatum
30.10.2019
Rechtssatz
Bei Gesamthandforderungen kann, falls keine gegenteilige Vereinbarung besteht, die Leistung nur an alle erfolgen; und zwar bei Übereinkunft aller an einen Gläubiger, der bevollmächtigt ist, dem die Forderung zugewiesen wurde und dergleichen, mangels einer solchen Übereinkunft etwa durch gerichtliche Hinterlegung. Durch andere Leistungsarten wird der Schuldner nur frei, wenn die Leistung tatsächlich allen Gläubigern zugute gekommen ist.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 701/77
Entscheidungstext OGH 17.11.1977 7 Ob 701/77
Veröff: SZ 50/151 = QuHGZ 1978 4/165
- 3 Ob 634/78
Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 634/78
nur: Bei Gesamthandforderungen kann, falls keine gegenteilige Vereinbarung besteht, die Leistung nur an alle erfolgen; und zwar bei Übereinkunft aller an einen Gläubiger, der bevollmächtigt ist, dem die Forderung zugewiesen wurde und dergleichen, mangels einer solchen Übereinkunft etwa durch gerichtliche Hinterlegung. (T1)
Beisatz: Weiteres Verfahren. (T2)
- 4 Ob 571/79
Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 571/79
nur T1
- 4 Ob 52/80
Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 52/80
nur T1; Veröff: SZ 53/101 = ZAS 1983,18 (Selb)
- 1 Ob 578/81
Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 578/81
Vgl; nur T1; Veröff: RZ 1982/17 S 58
- 5 Ob 702/81
Entscheidungstext OGH 27.10.1981 5 Ob 702/81
Auch; nur T1
- 8 Ob 527/90
Entscheidungstext OGH 13.03.1991 8 Ob 527/90
- 8 Ob 538/93
Entscheidungstext OGH 29.04.1993 8 Ob 538/93
- 1 Ob 1585/95
Entscheidungstext OGH 29.05.1995 1 Ob 1585/95
Vgl; nur T1
- 10 Ob 2445/96y
Entscheidungstext OGH 07.01.1997 10 Ob 2445/96y
Auch; nur T1
- 7 Ob 252/99f
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 7 Ob 252/99f
Vgl auch; Veröff: SZ 72/191
- 3 Ob 283/00i
Entscheidungstext OGH 20.12.2000 3 Ob 283/00i
Beisatz: Die gänzliche oder teilweise Umwandlung einer Gesamthandforderung der Gesellschaft in Forderungen der einzelnen Gesellschafter bedarf nur einer Vereinbarung der Gesellschafter. (T3)
Beisatz: Hier: Die Gesellschafter einer ARGE trafen im Gesellschaftsvertrag für den Fall des (auch) durch eine Konkurseröffnung bewirkten Ausscheidens des zweiten Gesellschafters eine eindeutige Regelung über das rechtliche Schicksal der Gesamthandforderungen aus der Erfüllung von Werkverträgen. (T4)
- 6 Ob 32/11s
Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 32/11s
nur T1; Beisatz: Wenn der einzelne Miteigentümer die Zustimmung der übrigen Miteigentümer nachweist, kann die Mietzinsforderung auch von einem einzelnen Miteigentümer an sich selbst begehrt werden. (T5)
- 6 Ob 217/13z
Entscheidungstext OGH 20.02.2014 6 Ob 217/13z
Vgl auch; Beisatz: Da beide Vertragsparteien Hinterleger der Vertragsurkunde waren, sind sie Gesamthandgläubiger des Rückstellungsanspruchs. Wenn eine Vertragspartei die Zustimmung der anderen zur Rückgabe an sie nicht erlangte, kann sich nur die Leistung an beide Vertragsparteien oder die gerichtliche Hinterlegung zugunsten beider verlangen. (T6)
- 3 Ob 37/14h
Entscheidungstext OGH 25.06.2014 3 Ob 37/14h
Auch; nur T1; Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/62
- 2 Ob 12/14z
Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 12/14z
Vgl; Beisatz: Hier aber: Fehlen einer Gläubigermehrheit. (T7)
Veröff: SZ 2015/4
- 7 Ob 48/18m
Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 48/18m
- 9 Ob 63/19h
Entscheidungstext OGH 30.10.2019 9 Ob 63/19h
Vgl; nur T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0017321
Zuletzt aktualisiert am
19.12.2019
Dokumentnummer
JJR_19771117_OGH0002_0070OB00701_7700000_001