Rechtssatz RS0019890
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0019890
Entscheidungsdatum
23.10.2023
Rechtssatz
Kein Anspruch auf "angemessenes Entgelt" bei Verletzung des Rechts am eigenen Bild, jedoch Ansprüche nach § 1041 ABGB, wenn der geldwerte Bekanntheitsgrad einer Persönlichkeit ausgenützt wird, da die Verletzung dieses Rechtsguts nicht ausschließlich dem - abschließend geregelten - Bereich des UrhG angehört - Fußballer.Kein Anspruch auf "angemessenes Entgelt" bei Verletzung des Rechts am eigenen Bild, jedoch Ansprüche nach Paragraph 1041, ABGB, wenn der geldwerte Bekanntheitsgrad einer Persönlichkeit ausgenützt wird, da die Verletzung dieses Rechtsguts nicht ausschließlich dem - abschließend geregelten - Bereich des UrhG angehört - Fußballer.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 406/81
Entscheidungstext OGH 16.02.1982 4 Ob 406/81
Veröff: SZ 55/12 = EvBl 1983/66 S 242 = ÖBl 1983,118 = GRURInt 1984,367; hiezu siehe auch Nowakowski in ÖBl 1983,97
- 4 Ob 26/89
Entscheidungstext OGH 04.04.1989 4 Ob 26/89
Beisatz: Der erkennende Senat hält trotz der Kritik von K Nowakowski (ÖBl 1983,97) daran fest, dass § 86 UrhG die Entgeltansprüche für alle durch das UrhG geschützten Immaterialgüter - also auch das Recht am eigenen Bild - abschließend regelt. (T1)
Veröff: ÖBl 1990,91 = JBl 1989,786 (Nowakowski) = MR 1989,132 (Zanger)
- 4 Ob 147/90
Entscheidungstext OGH 23.10.1990 4 Ob 147/90
Vgl auch; Veröff: MR 1991,68
- 4 Ob 127/94
Entscheidungstext OGH 06.12.1994 4 Ob 127/94
nur: Ansprüche nach § 1041 ABGB, wenn der geldwerte Bekanntheitsgrad einer Persönlichkeit ausgenützt wird. (T2)
Veröff: SZ 67/224
- 4 Ob 368/97i
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 4 Ob 368/97i
Vgl; nur T2
- 4 Ob 237/02k
Entscheidungstext OGH 05.11.2002 4 Ob 237/02k
Vgl auch
- 6 Ob 287/02b
Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 287/02b
nur T2; Veröff: SZ 2003/24
- 4 Ob 153/07i
Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 153/07i
Auch
- 6 Ob 57/06k
Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 57/06k
Auch; Beisatz: Bei einer bloßen Verletzung des Bildnisschutzes nach § 78 UrhG steht kein Verwendungsanspruch nach § 1041 ABGB zu. (T3)
Veröff: SZ 2007/171
- 4 Ob 146/09p
Entscheidungstext OGH 08.09.2009 4 Ob 146/09p
Auch; nur T2; Beisatz: § 78 UrhG schützt zwar ideelle und materielle Interessen; letztere aber nur dann, wenn durch die Verletzung ideeller Interessen auch materielle Interessen berührt sind. (T4)
Beisatz: Damit ist auch der Anspruch auf das doppelte angemessene Entgelt nach § 87 Abs 3 UrhG ausgeschlossen. (T5)
- 17 Ob 2/10h
Entscheidungstext OGH 21.06.2010 17 Ob 2/10h
Vgl auch; nur T2; Veröff: SZ 2010/70
- 4 Ob 124/10d
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 124/10d
Vgl; nur T2; Beisatz: Der „geldwerte Bekanntheitsgrad“ ist als vermögensrechtlicher Bestandteil eines aus § 16 ABGB ableitbaren Persönlichkeitsrechts zu betrachten, dessen bereicherungsrechtlicher Schutz anzuerkennen ist. (T6)
- 4 Ob 203/13a
Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 203/13a
Vgl auch; Beisatz: Ein solcher Anspruch hat vermögensrechtlichen Charakter, sodass kein Grund erkennbar ist, weshalb er nicht vererblich sein sollte. (T7); Veröff: SZ 2014/10
- 6 Ob 205/22y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2023 6 Ob 205/22y
vgl; Beisatz: Bei den im politischen Diskurs relevanten Äußerungen und Handlungen von Politikern handelt es sich nicht um Persönlichkeitsmerkmale wie das Aussehen, die Stimme oder den Namen einer Person. (T8)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0019890
Zuletzt aktualisiert am
04.01.2024
Dokumentnummer
JJR_19820302_OGH0002_0040OB00406_8100000_001