Rechtssatz RS0022827
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0022827
Entscheidungsdatum
22.10.2014
Rechtssatz
Prozesskosten können Gegenstand eines Schadenersatzanspruches sein, wenn zwischen den Prozessparteien nicht nach den öffentlich - rechtlichen Verfahrensvorschriften zu erkennen ist, zum Beispiel wenn einer Partei Prozesskosten durch Verschulden eines Dritten verursacht wurden (SZ 34/34 ua).
Entscheidungstexte
- 1 Ob 297/75
Entscheidungstext OGH 19.11.1975 1 Ob 297/75
Veröff: JBl 1978,32
- 6 Ob 583/77
Entscheidungstext OGH 30.06.1977 6 Ob 583/77
Vgl auch; Veröff: JBl 1979,88
- 7 Ob 549/82
Entscheidungstext OGH 16.09.1982 7 Ob 549/82
Auch
- 1 Ob 588/83
Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 588/83
nur: Prozesskosten können Gegenstand eines Schadenersatzanspruches sein, wenn zwischen den Prozessparteien nicht nach den öffentlich - rechtlichen Verfahrensvorschriften zu erkennen ist. (T1)
- 2 Ob 256/00m
Entscheidungstext OGH 09.11.2000 2 Ob 256/00m
Vgl auch; nur T1
- 9 Ob 104/00k
Entscheidungstext OGH 11.04.2001 9 Ob 104/00k
- 2 Ob 168/01x
Entscheidungstext OGH 09.07.2001 2 Ob 168/01x
Beisatz: Entstehen einer Partei durch die Verletzung vertraglicher Hauptpflichten oder Nebenpflichten Schäden, so hat sie weitreichende Schadenersatzansprüche, wobei insbesondere reine Vermögensschäden grundsätzlich in den schadenersatzrechtlichen Schutzbereich fallen; den Schädiger trifft die Ersatzpflicht, wenn sich durch die rechtswidrige und schuldhafte Handlung das Vermögen seines Vertragspartners verringert hat. Damit fallen auch die Kosten von Rechtsverfolgungshandlung beziehungsweise Verteidigungshandlung, die typischerweise reine Vermögensschäden darstellen, in den bei Vertragsverletzung zu ersetzenden Schaden. (T2)
Beisatz: Hier: § 1313 ABGB. (T3)
Veröff: SZ 74/119
- 6 Ob 40/03f
Entscheidungstext OGH 02.10.2003 6 Ob 40/03f
Vgl; Beisatz: Die Kosten von Rechtsverfolgungshandlungen und Rechtsverteidigungshandlungen sind typischerweise reine Vermögensschäden. (T4)
- 9 ObA 136/03w
Entscheidungstext OGH 17.12.2003 9 ObA 136/03w
Auch; Beis wie T2
- 10 Ob 6/05p
Entscheidungstext OGH 08.03.2005 10 Ob 6/05p
nur T1; Beisatz: Im Hinblick auf die verfahrensrechtliche Regelung des § 37 Abs 3 Z 19 MRG konnte im vorliegenden Fall ein dem Kostenersatzanspruch entsprechender Anspruch auf schadenersatzrechtlicher Ebene gar nicht entstehen. (T5)
- 6 Ob 163/05x
Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 163/05x
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Ein solcher aus der Behauptung des Beklagten über den Einsatz von Medikamenten am Hof des Klägers und über Missstände bei der Tierhaltung resultierender Schaden ist aber nicht Gegenstand des vom Kläger erhobenen Anspruchs auf Ersatz seiner Vertretungskosten vor der Rundfunkkommission; § 1330 Abs 2 ABGB. (T6)
- 3 Ob 58/06k
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 58/06k
nur T1; Veröff: SZ 2006/48
- 6 Ob 84/06f
Entscheidungstext OGH 27.04.2006 6 Ob 84/06f
- 4 Ob 137/07m
Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 137/07m
Auch; Beisatz: Der öffentlich-rechtliche Charakter des Kostenersatzrechts steht einem Schadenersatzanspruch gegen einen Dritten nicht entgegen. (T7)
Veröff: SZ 2007/122
- 5 Ob 62/11w
Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 62/11w
Vgl auch
- 9 ObA 29/11x
Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 ObA 29/11x
Vgl auch
- 3 Ob 90/13a
Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 90/13a
Auch
- 3 Ob 102/14t
Entscheidungstext OGH 22.10.2014 3 Ob 102/14t
Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2014/97
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0022827
Zuletzt aktualisiert am
14.04.2016
Dokumentnummer
JJR_19751119_OGH0002_0010OB00297_7500000_003