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Rechtssatz RS0033640×

Rechtssatz RS0033640

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0033640

Entscheidungsdatum

23.10.2025

Rechtssatz

Auf Forderungen, die kraft Gesetzes durch Gerichtserlag nicht getilgt werden können, wie etwa Abgabenforderungen, ist ein Erlag zu Gericht nach dieser Gesetzesstelle nicht statthaft.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 744/88
    Entscheidungstext OGH 12.01.1989 6 Ob 744/88
    Veröff: EvBl 1989/107 S 401
  • 5 Ob 116/03z
    Entscheidungstext OGH 02.06.2003 5 Ob 116/03z
    Vgl auch; Beisatz: Das Gericht darf einen Erlag nicht annehmen, der den mit der Hinterlegung verfolgten Zweck gar nicht erreichen kann, so etwa dann, wenn die beabsichtigte Schuldtilgung ausbleibt. (T1)
    Veröff: SZ 2003/65
  • 5 Ob 135/03v
    Entscheidungstext OGH 07.10.2003 5 Ob 135/03v
    Auch; Beisatz: Dasselbe gilt dort, wo eine Schuldtilgung kraft gerichtlicher Anordnung nicht eintreten darf, etwa weil durch gerichtliche Entscheidung eine Beschlagnahme des Erlagsgegenstandes zur Sicherung der Abschöpfung aufrecht ist. (T2)
  • 9 Ob 138/03i
    Entscheidungstext OGH 03.12.2003 9 Ob 138/03i
    Vgl auch; Beisatz: Zweck der Hinterlegung des Leistungsgegenstandes ist die Tilgung der Schuld. (T3)
  • 2 Ob 192/11s
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 192/11s
    Vgl; Beisatz: Dass hinsichtlich aller Erlagsgegner ein privatrechtlicher Anspruch bestehen müsste, ergibt sich im Hinblick auf den Schuldtilgungszweck des § 1425 ABGB nicht. (T4)
    Beisatz: Ein Gerichtserlag ist zulässig, wenn die Frage der Tilgung einer öffentlich rechtlichen Forderung eines Antragsgegners Vorfrage für die Beurteilung ist, ob die Tilgung einer privatrechtlichen Schuld der Antragstellerin gegenüber einem anderen Antragsgegner eingetreten ist. (T5)
    Beisatz: Hier: Beitragsschuld der Erstantragsgegnerin zum Wohlfahrtsfonds einer Landesärztekammer als Zweitantragsgegnerin einerseits, Entgeltanspruch der Erstantragsgegnerin gegenüber dem Antragsteller als Dienstgeber andererseits. (T6)
    Veröff: SZ 2012/7
  • 3 Ob 88/14h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2015 3 Ob 88/14h
    Auch; Veröff: SZ 2015/5
  • 8 Ob 117/18s
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 117/18s
    Auch; Beis wie T3
  • 10 Ob 1/21a
    Entscheidungstext OGH 26.02.2021 10 Ob 1/21a
    Vgl; Beis wie T3
  • 6 Ob 2/21v
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 2/21v
    Vgl; Beis nur wie T1; Beis nur wie T3
  • 9 Ob 2/21s
    Entscheidungstext OGH 24.02.2021 9 Ob 2/21s
    Vgl; Beis nur wie T3; Anm: siehe auch 6 Ob 2/21v. (T7)
  • 5 Ob 132/22f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2023 5 Ob 132/22f
    Beisatz wie T3
  • 2 Ob 83/25g
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.10.2025 2 Ob 83/25g
    Beisatz wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0033640

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2025

Dokumentnummer

JJR_19890112_OGH0002_0060OB00744_8800000_001