Rechtssatz RS0044354
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0044354
Entscheidungsdatum
25.10.2019
Rechtssatz
Die Wiederaufnahmsklage ist nicht dazu bestimmt, dass die Parteien von ihnen in der Prozessführung begangene Fehler beheben.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 176/75
Entscheidungstext OGH 21.10.1975 5 Ob 176/75
Veröff: JBl 1976,439
- 6 Ob 698/83
Entscheidungstext OGH 24.10.1984 6 Ob 698/83
- 7 Ob 654/85
Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 654/85
Veröff: SZ 59/14 = EvBl 1986/122 S 465 = RdW 1986,145
- 7 Ob 678/86
Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 678/86
Veröff: SZ 59/194 = JBl 1987,55 = RZ 1987/42 S 172
- 1 Ob 710/88
Entscheidungstext OGH 18.01.1989 1 Ob 710/88
- 6 Ob 558/94
Entscheidungstext OGH 22.09.1994 6 Ob 558/94
- 1 Ob 46/95
Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 46/95
- 1 Ob 375/97x
Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 375/97x
- 4 Ob 206/98t
Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 206/98t
- 1 Ob 270/98g
Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 270/98g
Auch
- 7 Ob 104/01x
Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 104/01x
- 5 Ob 131/01b
Entscheidungstext OGH 21.08.2001 5 Ob 131/01b
- 10 Ob 127/00z
Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 127/00z
- 6 Ob 165/02m
Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 165/02m
- 6 Ob 15/03d
Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 15/03d
- 5 Ob 140/73
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 5 Ob 140/73
Beisatz: Lediglich dann, wenn mangels verfügbarer Beweismittel eine Rechtsverfolgung nicht möglich wäre, könnte es der klagenden Partei im wieder aufzunehmenden Verfahren gestattet sein, im Falle der späteren Auffindung von Beweismitteln diese als Wiederaufnahmsgrund geltend zu machen, auch wenn ihr die damit zu beweisenden Tatsachen zwar schon zur Zeit des Hauptprozesses bekannt waren, aber mangels Beweismitteln nicht vorgebracht wurden. (T1)
Beisatz: Zu einer "Konservierung" von Beweismitteln in der Erwartung, sie würden sich in der Folge schon noch verdichten, darf die Wiederaufnahme nicht missbraucht werden. (T2)
- 6 Ob 76/03z
Entscheidungstext OGH 21.05.2003 6 Ob 76/03z
Veröff: SZ 2003/58
- 5 Ob 7/04x
Entscheidungstext OGH 10.02.2004 5 Ob 7/04x
Auch
- 4 Ob 51/11w
Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 51/11w
- 2 Ob 197/14f
Entscheidungstext OGH 27.11.2014 2 Ob 197/14f
- 6 Ob 70/15k
Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 70/15k
Beisatz: Jedenfalls für den Fall, in dem der nunmehrige Kläger die Bekämpfung des gegen ihn im Vorprozess erlassenen Zahlungsbefehls durch rechtzeitige Einspruchserhebung unterlassen hat, kann der von Jelinek (in Fasching/Konecny² § 530 ZPO Rz 122) vertretenen Auffassung, § 530 Abs 1 Z 5 ZPO sei analog auf den Fall anzuwenden, dass eine Vorfrage des ersten Prozesses in einem zweiten Prozess als Hauptfrage abweichend entschieden wird, nicht gefolgt werden, könnte doch andernfalls eine säumige Partei in einem späteren Verfahren durch Erhebung einer Feststellungsklage die Folgen ihrer seinerzeitigen Säumnis rückgängig machen. (T3)
- 9 ObA 57/18z
Entscheidungstext OGH 24.07.2018 9 ObA 57/18z
- 8 Ob 95/19g
Entscheidungstext OGH 25.10.2019 8 Ob 95/19g
Beisatz: Hier: Wiederaufnahme zur Einvernehmung von Zeugen als (neues) Beweismittel. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0044354
Zuletzt aktualisiert am
19.12.2019
Dokumentnummer
JJR_19751021_OGH0002_0050OB00176_7500000_001