Rechtssatz RS0054850
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0054850
Entscheidungsdatum
22.12.2004
Rechtssatz
Der OGH hält auch weiterhin daran fest, dass die Ersatzpflicht nach bürgerlichem Recht bei einer Verletzung am Körper durch einen Arbeitsunfall nur für den Arbeitgeber (§ 333 Abs 1 ASVG) und die ihm gleichgestellten Personen (§ 333 Abs 4 ASVG) auf vorsätzliche Schadenszufügung beschränkt ist; Mitbedienstete des Verletzten die diesem Personenkreis nicht angehören, haften für die Folgen der von ihnen zugefügten Verletzungen auch dann nach allgemeinen Grundsätzen, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelt (mit ausführlicher Begründung).Der OGH hält auch weiterhin daran fest, dass die Ersatzpflicht nach bürgerlichem Recht bei einer Verletzung am Körper durch einen Arbeitsunfall nur für den Arbeitgeber (Paragraph 333, Absatz eins, ASVG) und die ihm gleichgestellten Personen (Paragraph 333, Absatz 4, ASVG) auf vorsätzliche Schadenszufügung beschränkt ist; Mitbedienstete des Verletzten die diesem Personenkreis nicht angehören, haften für die Folgen der von ihnen zugefügten Verletzungen auch dann nach allgemeinen Grundsätzen, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelt (mit ausführlicher Begründung).
Entscheidungstexte
- 4 Ob 16/78
Entscheidungstext OGH 06.06.1978 4 Ob 16/78
Veröff: SZ 51/75 = EvBl 1979/35 S 97 = JBl 1979,382 = DRdA 1979,214 (kritisch Grillberger) = SozM IA/e,1165 = IndS 1980 H4,1200 = ZAS 1982,50 (Kommentar von Selb)
- 4 Ob 35/78
Entscheidungstext OGH 05.09.1978 4 Ob 35/78
Beisatz: Auch keine analoge Anwendung des § 332 ASVG auf Arbeitsunfälle unter "gewöhnlichen" Arbeitskollegen. (T1)
- 4 Ob 38/79
Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 38/79
- 4 Ob 72/79
Entscheidungstext OGH 25.09.1979 4 Ob 72/79
- 4 Ob 41/80
Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 41/80
- 8 Ob 164/80
Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 164/80
nur: Der OGH hält auch weiterhin daran fest, dass die Ersatzpflicht nach bürgerlichem Recht bei einer Verletzung am Körper durch einen Arbeitsunfall nur für den Arbeitgeber (§ 333 Abs 1 ASVG) und die ihm gleichgestellten Personen (§ 333 Abs 4 ASVG) auf vorsätzliche Schadenszufügung beschränkt ist. (T2)
- 8 Ob 83/87
Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 83/87
- 9 ObA 54/91
Entscheidungstext OGH 10.04.1991 9 ObA 54/91
Beisatz: Der Mitbedienstete ist nicht "Dritter" im Sinne des § 3 Abs 2 DHG. (§ 48 ASGG) (T3) Veröff: ecolex 1991,638
- 9 ObA 322/98p
Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 ObA 322/98p
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Ob eine Gleichstellung vorliegt oder ob einer der Vorgesetzte des anderen ist, läßt sich nur aufgrund der tatsächlichen Gegebenheiten im Rahmen der gemeinsam zu leistenden Arbeit ermitteln. (T4)
- 14 Os 130/00
Entscheidungstext OGH 12.12.2000 14 Os 130/00
Auch; nur T2; Beisatz: Dies gilt auch bei Beschäftigung von Leasingarbeitskräften. (T5)
- 6 Ob 88/01m
Entscheidungstext OGH 21.06.2001 6 Ob 88/01m
Vgl auch
- 2 Ob 321/01x
Entscheidungstext OGH 20.12.2001 2 Ob 321/01x
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
- 9 ObA 298/01s
Entscheidungstext OGH 13.03.2002 9 ObA 298/01s
- 8 ObA 78/04k
Entscheidungstext OGH 22.12.2004 8 ObA 78/04k
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0054850
Dokumentnummer
JJR_19780606_OGH0002_0040OB00016_7800000_001