Rechtssatz RS0079555
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0079555
Entscheidungsdatum
22.02.2012
Rechtssatz
Ein Zuwiderhandeln gegen einen bloß auf Unterlassung und nicht auch auf Beseitigung lautenden Exekutionsbeschluß liegt auch dann vor, wenn der Verpflichtete einen - sei es von wen immer geschaffenen - den Vorschriften des Gesetzes widersprechenden Zustand nicht beseitigt, soweit ihm die Verfügung zusteht (SZ 12/312).
Entscheidungstexte
- 3 Ob 184/74
Entscheidungstext OGH 11.02.1975 3 Ob 184/74
Veröff: ÖBl 1976,27
- 3 Ob 1/81
Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 1/81
Vgl
- 3 Ob 70/89
Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 70/89
Anm: Veröff: WBl 1989,343 = MR 1990,26 = ÖBl 1990,134
- 3 Ob 68/89
Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 68/89
Vgl auch
- 3 Ob 12/91
Entscheidungstext OGH 10.04.1991 3 Ob 12/91
Veröff: ÖBl 1991,115
- 4 Ob 79/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 79/95
Auch; Beisatz: Der Beseitigungsanspruch setzt voraus, dass eine Beseitigung des gesetzwidrigen Zustandes in der Verfügungsmacht des Verpflichteten liegt. Die Verfügungsbefugnis des Störers ist vom Kläger zu behaupten und zu beweisen. (T1)
- 3 Ob 110/97s
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 110/97s
- 3 Ob 2392/96b
Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2392/96b
- 3 Ob 162/00w
Entscheidungstext OGH 30.10.2000 3 Ob 162/00w
Auch
- 3 Ob 215/02t
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
Auch; Beisatz: Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). (T2); Beisatz: Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). (T3); Beisatz: § 15 UWG ist eben keine reine Vorschrift des materiellen Rechts, deren Bedeutung sich im Titelverfahren erschöpft (Nachweise bei Feil, EO4 § 355 Rz 9). (T4); Veröff: SZ 2002/178
- 3 Ob 198/02t
Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 198/02t
Vgl auch; Beisatz: Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend gemacht werden kann. (T5)
- 3 Ob 47/04i
Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 47/04i
Vgl auch; Beisatz: Eine gegen den Unterlassungstitel verstoßende Veröffentlichung auf der eigenen Homepage rechtfertigt die Bewilligung der Unterlassungsexekution. (T6)
- 3 Ob 39/06s
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 39/06s
Vgl; Beisatz: Hier: Beseitigungspflicht nach § 52 Abs 1 MSchG. (T7)
- 3 Ob 257/08b
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
- 3 Ob 240/11g
Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 240/11g
Vgl auch; Beis ähnlich wie T3
- 3 Ob 8/12s
Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
Auch; Beis wie T5
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0079555
Zuletzt aktualisiert am
29.01.2024
Dokumentnummer
JJR_19750211_OGH0002_0030OB00184_7400000_003