Rechtssatz RS0091489
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0091489
Entscheidungsdatum
01.04.2025
Rechtssatz
Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes wäre nur die grundsätzliche Verneinung der Anwendbarkeit des § 43 (43a) StGB mit Nichtigkeit bedroht. Mit dem bloßen Einwand, das Erstgericht hätte die verhängte Freiheitsstrafe zur Gänze oder zum Teil bedingt nachsehen müssen, wird in Wahrheit kein unvertretbarer Verstoß gegen Bestimmungen über die Strafbemessung aufgezeigt, sondern lediglich ein Berufungsgrund geltend gemacht.Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes wäre nur die grundsätzliche Verneinung der Anwendbarkeit des Paragraph 43, (43a) StGB mit Nichtigkeit bedroht. Mit dem bloßen Einwand, das Erstgericht hätte die verhängte Freiheitsstrafe zur Gänze oder zum Teil bedingt nachsehen müssen, wird in Wahrheit kein unvertretbarer Verstoß gegen Bestimmungen über die Strafbemessung aufgezeigt, sondern lediglich ein Berufungsgrund geltend gemacht.
Entscheidungstexte
- 11 Os 136/94
Entscheidungstext OGH 20.09.1994 11 Os 136/94
- 15 Os 57/95
Entscheidungstext OGH 29.06.1995 15 Os 57/95
Vgl auch
- 14 Os 176/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 14 Os 176/95
Vgl auch; Beisatz: Zu § 43 StGB. (T1)
- 14 Os 100/00
Entscheidungstext OGH 17.10.2000 14 Os 100/00
Vgl aber; Beisatz: Mit der Behauptung, Milderungsgründe seien gänzlich unbeachtet geblieben, wird nur ein Berufungsgrund geltend gemacht. Indem das Erstgericht aber die Verweigerung bedingter oder teilbedingter Strafnachsicht in offenem Verstoß gegen die verfassungsmäßig verankerte Unschuldsvermutung des Art 6 Abs 2 MRK auf die "Tatsache, dass sich der Angeklagte wegen dringenden Tatverdachtes nach § 75 StGB sogar in Untersuchungshaft befindet", gründete, hat es in unvertretbarer Weise gegen die Bestimmungen über die Strafbemessung verstoßen, welche, soweit im fünften Abschnitt des Allgemeinen Teiles des StGB enthalten, (allein) vom dritten Fall der Z 11 (mit-)erfasst werden. (T2)
- 13 Os 35/07g
Entscheidungstext OGH 02.05.2007 13 Os 35/07g
Auch; nur: Mit dem bloßen Einwand, das Erstgericht hätte die verhängte Freiheitsstrafe zur Gänze oder zum Teil bedingt nachsehen müssen, wird in Wahrheit kein unvertretbarer Verstoß gegen Bestimmungen über die Strafbemessung aufgezeigt (Z 11 dritter Fall), sondern lediglich ein Berufungsgrund geltend gemacht. (T3)
- 15 Os 50/07b
Entscheidungstext OGH 22.11.2007 15 Os 50/07b
Vgl auch; nur T3
- 12 Os 144/07d
Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 144/07d
Vgl auch; Beis wie T3
- 12 Os 31/07m
Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
Vgl; Beisatz: Die Ansicht, einem unbescholtenen Angeklagten sei die über ihn verhängte Strafe jedenfalls bedingt nachzusehen, ist schon mit Blick auf die im Gesetz demonstrativ genannten Kriterien bedingter Strafnachsicht unhaltbar. (T4)
Beisatz: Unbescholtenheit ist weder notwendige noch hinreichende Bedingung für die bedingte Strafnachsicht (15 Os 50/07b). (T5)
- 13 Os 113/08d
Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 113/08d
- 13 Os 1/09k
Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 1/09k
Auch
- 13 Os 49/09v
Entscheidungstext OGH 18.06.2009 13 Os 49/09v
Auch
- 13 Os 41/11w
Entscheidungstext OGH 14.07.2011 13 Os 41/11w
Auch
- 12 Os 40/12t
Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 40/12t
Auch; nur T3
- 14 Os 92/13f
Entscheidungstext OGH 09.07.2013 14 Os 92/13f
Vgl
- 14 Os 29/15v
Entscheidungstext OGH 28.04.2015 14 Os 29/15v
- 15 Os 82/18z
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 82/18z
Auch
- 14 Os 80/22d
Entscheidungstext OGH 24.08.2022 14 Os 80/22d
Vgl
- 11 Os 23/25d
Entscheidungstext OGH 01.04.2025 11 Os 23/25d
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0091489
Zuletzt aktualisiert am
25.04.2025
Dokumentnummer
JJR_19940920_OGH0002_0110OS00136_9400000_001