Rechtssatz RS0091990
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0091990
Entscheidungsdatum
27.08.2014
Rechtssatz
Es genügt zu "gewerbsmäßig schwer" als Diebstahlsqualifikation (Betrugsqualifikation), dass bei mehreren Fakten auch nur eines (oder einige) diese Qualifikation aufweisen.
Entscheidungstexte
- 9 Os 144/77
Entscheidungstext OGH 22.11.1977 9 Os 144/77
- 10 Os 14/80
Entscheidungstext OGH 18.03.1980 10 Os 14/80
Vgl auch
- 9 Os 46/81
Entscheidungstext OGH 16.06.1981 9 Os 46/81
Vgl auch; Beisatz: Zu § 148 zweiter Fall StGB. (T1)
- 9 Os 69/81
Entscheidungstext OGH 06.10.1981 9 Os 69/81
- 9 Os 53/82
Entscheidungstext OGH 27.04.1982 9 Os 53/82
Beisatz: Hiezu § 38 Abs 1 lit a FinStrG. (T2)
- 11 Os 67/83
Entscheidungstext OGH 25.05.1983 11 Os 67/83
- 11 Os 110/83
Entscheidungstext OGH 14.09.1983 11 Os 110/83
Vgl auch
- 11 Os 203/83
Entscheidungstext OGH 21.12.1983 11 Os 203/83
Vgl auch; Beisatz: Nur wenn der gewerbsmäßig handelnde Betrüger bloß ausnahmsweise und ohne Wiederholungsabsicht (auch) einen schweren Betrug begeht, kommt der erste Fall des § 148 StGB zur Anwendung. (T3)
- 9 Os 123/84
Entscheidungstext OGH 09.10.1984 9 Os 123/84
Veröff: EvBl 1985/7 S 26
- 9 Os 103/85
Entscheidungstext OGH 30.10.1985 9 Os 103/85
Vgl auch
- 16 Os 32/90
Entscheidungstext OGH 19.10.1990 16 Os 32/90
Vgl auch; Beisatz: Hier zum gewerbsmäßigen Diebstahl durch Einbruch. (T4)
- 14 Os 105/91
Entscheidungstext OGH 01.10.1991 14 Os 105/91
Vgl auch; Beisatz: Falls der Täter dabei in der Absicht (§ 70 StGB) auf die wiederkehrende Begehung von weiteren, für sich allein schweren Diebstählen gehandelt hat. (T5)
- 14 Os 55/94
Entscheidungstext OGH 26.04.1994 14 Os 55/94
Beis wie T5
- 15 Os 23/96
Entscheidungstext OGH 13.06.1996 15 Os 23/96
Vgl; Beisatz: Nach gefestigter Rechtsprechung (so etwa: 9 Os 144/77, 12 Os 103/79, 12 Os 135/85, 12 Os 43,44/95, 15 Os 130/95; EvBl 1985/7; SSt 57/72 = RZ 1987/10; JBl 1988,659; SSt 60/84 = EvBl 1990/57) und einem Teil der Lehre (Leukauf/Steininger aaO RN 8, Mayerhofer/Rieder StGB4 E 1 a und Foregger/Serini aaO Erl I jeweils zu § 148) reicht es für die Haftung nach dem zweiten Strafsatz aus, dass die Absicht des Täters zwar nicht ausschließlich, aber doch auch auf eine wiederkehrende Begehung schwerer Betrügereien gerichtet ist. (T6)
- 14 Os 14/97
Entscheidungstext OGH 15.04.1997 14 Os 14/97
Vgl auch
- 13 Os 103/06f
Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 103/06f
Vgl auch
- 11 Os 1/07t
Entscheidungstext OGH 27.03.2007 11 Os 1/07t
Beisatz: Die Qualifikationsannhame des § 130 dritter Fall StGB erfordert zumindest einen in der Absicht wiederkehrender Tatbegehung zur Erzielung eines fortlaufenden Einkommens begangenen schweren Diebstahl. (T7)
- 13 Os 1/07g
Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 11.04.2007 13 Os 1/07g
Verstärkter Senat; Vgl; Beisatz: Nur derjenige, welcher einen - wenn auch bloß versuchten - schweren Betrug (§ 147 StGB) in der Absicht begeht, sich durch wiederkehrende Begehung von (erneut) schwerem Betrug eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, kommt als Täter des nach § 148 zweiter Fall StGB qualifizierten Verbrechens in Betracht. (T8)
- 15 Os 57/13s
Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 57/13s
Auch; Beis wie T3; Beis wie T6
- 15 Os 90/14w
Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 90/14w
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0091990
Zuletzt aktualisiert am
30.10.2025
Dokumentnummer
JJR_19771122_OGH0002_0090OS00144_7700000_001