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Rechtssatz RS0098830×

Rechtssatz RS0098830

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0098830

Entscheidungsdatum

06.05.2026

Rechtssatz

Bloße Zweifel an der Zuständigkeit des Schöffengerichtes reichen nicht hin. Die Verdachtslage muss sich zu einem sogenannten Anschuldigungsbeweis in Richtung eines in die Kompetenz der Geschwornengerichte fallenden Deliktes verdichtet haben. Davon (Anschuldigungsbeweis) kann erst gesprochen werden, wenn Verfahrensergebnisse bei Anlegung eines realitätsbezogenen Maßstabes die Annahme der Erfüllung aller Merkmale eines bestimmten Straftatbestandes als naheliegend erkennen lassen.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 182/84
    Entscheidungstext OGH 31.01.1985 11 Os 182/84
    Veröff: SSt 56/9 = RZ 1985/46 S 116
  • 14 Os 113/87
    Entscheidungstext OGH 12.08.1987 14 Os 113/87
    Vgl auch
  • 13 Os 158/87
    Entscheidungstext OGH 10.12.1987 13 Os 158/87
  • 13 Os 18/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 13 Os 18/89
    Vgl auch
  • 12 Os 62/89
    Entscheidungstext OGH 20.06.1989 12 Os 62/89
    Vgl auch
  • 14 Os 22/91
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 14 Os 22/91
    Vgl auch
  • 15 Os 21/94
    Entscheidungstext OGH 03.03.1994 15 Os 21/94
    Vgl auch
  • 14 Os 21/97
    Entscheidungstext OGH 25.03.1997 14 Os 21/97
  • 14 Os 63/08h
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 63/08h
    Vgl aber; Beisatz: Für den Ausspruch der Unzuständigkeit genügt jedenfalls die Verdachtsdichte, die den Ankläger zur Erhebung der Anklage berechtigt („Anschuldigungsbeweis"). Ein dringender Verdacht, wie er für die Untersuchungshaft verlangt wird, ist nicht erforderlich. Es reicht, wenn sich aus dem Anklagevorbringen allenfalls in Verbindung mit einem in der Hauptverhandlung rechtmäßig vorgekommenen Beweismittel ein Verdacht ergibt, der inkriminierte Sachverhalt wäre im Fall eines Schuldspruchs als eine in die Zuständigkeit eines höheren Gerichts fallende strafbare Handlung zu beurteilen. (T1); Bem: Siehe auch RS0124012, RS0124013, RS0124014 und RS0124015. (T2)
  • 12 Os 4/09v
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 4/09v
    Vgl aber; Beis wie T1
  • 11 Os 213/09x
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 11 Os 213/09x
  • 11 Os 32/10f
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 11 Os 32/10f
  • 11 Os 119/14f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 11 Os 119/14f
    Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 15 Os 125/16w
    Entscheidungstext OGH 14.12.2016 15 Os 125/16w
    Auch
  • 12 Os 94/22y
    Entscheidungstext OGH 29.09.2022 12 Os 94/22y
    Vgl
  • 15 Os 21/23m
    Entscheidungstext OGH 19.04.2023 15 Os 21/23m
    vgl; Beisatz: Prüfungsinhalt des Unzuständigkeitsurteils nach § 261 Abs 1 StPO ist ein Anschuldigungsbeweis. (T3)
  • 15 Os 132/24m
    Entscheidungstext OGH 09.12.2024 15 Os 132/24m
    vgl
  • 15 Os 151/25g
    Entscheidungstext OGH 25.02.2026 15 Os 151/25g
    vgl
  • 15 Os 28/26w
    Entscheidungstext OGH 06.05.2026 15 Os 28/26w
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0098830

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2026

Dokumentnummer

JJR_19850131_OGH0002_0110OS00182_8400000_001