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Rechtssatz RS0106536×

Rechtssatz RS0106536

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106536

Entscheidungsdatum

16.01.2024

Rechtssatz

Das Leistungsrecht der Pensionsversicherung kennt neben den Versicherungsfällen Leistungsvoraussetzungen, deren Erfüllung bei der Inanspruchnahme sämtlicher Leistungen grundsätzlich erforderlich ist und die sekundäre Leistungsvoraussetzungen genannt werden. Sie sollen den Standort des Leistungswerbers innerhalb der Versichertengemeinschaft, von der er die Leistung begehrt, abstecken. Einerseits wollen sie durch die Wartezeit (Paragraph 236, ASVG) oder auch eine "besondere Wartezeit" (vergleiche Paragraph 253, b Absatz eins, Ziffer 2,) sicherstellen, dass nur solche Leistungswerber in den Genuss von Leistungen kommen, die der Versicherungsgemeinschaft bereits eine bestimmte Zeit angehören und durch Beitragsleistung zur Finanzierung der Leistungsverpflichtungen dieser Gemeinschaft beigetragen haben. Andererseits wollen sie zusätzlich durch Bestimmungen über Bruchteilsdeckung (vergleiche die Zweidritteldeckung in Paragraph 253, b Absatz eins, Ziffer 3, ASVG und Paragraph 253, d Absatz eins, Ziffer 2, ASVG) und durch Rahmenzeiträume für die Erfüllung der Wartezeit gewährleisten, dass nur solche Leistungswerber anspruchsberechtigt werden, die im Zeitpunkt der Antragstellung in einem - zeitlichen - Naheverhältnis zu dieser Versichertengemeinschaft stehen. Ihrem Wesen nach stellt die qualifizierte Bruchteilsdeckung allerdings eine Verschärfung der Wartezeit dar.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 2306/96g
    Entscheidungstext OGH 20.08.1996 10 ObS 2306/96g
  • 10 ObS 146/99i
    Entscheidungstext OGH 30.11.1999 10 ObS 146/99i
    nur: Das Leistungsrecht der Pensionsversicherung kennt neben den Versicherungsfällen Leistungsvoraussetzungen, deren Erfüllung bei der Inanspruchnahme sämtlicher Leistungen grundsätzlich erforderlich ist und die sekundäre Leistungsvoraussetzungen genannt werden. Sie sollen den Standort des Leistungswerbers innerhalb der Versichertengemeinschaft, von der er die Leistung begehrt, abstecken. Einerseits wollen sie durch die Wartezeit (§ 236 ASVG) oder auch eine "besondere Wartezeit" (vergleiche § 253 b Abs 1 Z 2) sicherstellen, dass nur solche Leistungswerber in den Genuss von Leistungen kommen, die der Versicherungsgemeinschaft bereits eine bestimmte Zeit angehören und durch Beitragsleistung zur Finanzierung der Leistungsverpflichtungen dieser Gemeinschaft beigetragen haben. Andererseits wollen sie durch Rahmenzeiträume für die Erfüllung der Wartezeit gewährleisten, dass nur solche Leistungswerber anspruchsberechtigt werden, die im Zeitpunkt der Antragstellung in einem - zeitlichen - Naheverhältnis zu dieser Versichertengemeinschaft stehen. (T1)
  • 10 ObS 166/00k
    Entscheidungstext OGH 11.07.2000 10 ObS 166/00k
  • 10 ObS 175/01k
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 ObS 175/01k
    Vgl auch; Beisatz: Die Erfüllung der Wartezeit wird als sekundäre Anspruchsvoraussetzung beurteilt. (T2)
  • 10 ObS 198/04x
    Entscheidungstext OGH 18.02.2005 10 ObS 198/04x
    nur T1
  • 10 ObS 22/05s
    Entscheidungstext OGH 22.03.2005 10 ObS 22/05s
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 10 ObS 74/10w
    Entscheidungstext OGH 01.06.2010 10 ObS 74/10w
    Vgl
  • 10 ObS 109/13x
    Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 ObS 109/13x
    nur: Sie wollen durch die Wartezeit (§ 236 ASVG) sicherstellen, dass nur solche Leistungswerber in den Genuss von Leistungen kommen, die der Versicherungsgemeinschaft bereits eine bestimmte Zeit angehören und durch Beitragsleistung zur Finanzierung der Leistungsverpflichtungen dieser Gemeinschaft beigetragen haben. (T3)
    Beis wie T2; Veröff: SZ 2013/83
  • 10 ObS 6/14a
    Entscheidungstext OGH 25.02.2014 10 ObS 6/14a
    Auch; Beisatz: Hier: § 255 Abs 7 ASVG. (T4)
  • 10 ObS 109/14y
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 ObS 109/14y
    Auch; nur T3; Veröff: SZ 2014/117
  • 10 ObS 44/21z
    Entscheidungstext OGH 29.07.2021 10 ObS 44/21z
    vgl; Beisatz wie T2
    Anm: Veröff: SZ 2021/71
  • 10 ObS 138/21y
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 10 ObS 138/21y
    Beis wie T2
  • 10 ObS 101/21g
    Entscheidungstext OGH 19.10.2021 10 ObS 101/21g
    Vgl
  • 10 ObS 140/21t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 140/21t
    Vgl
  • 10 ObS 118/21g
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 118/21g
    Vgl
  • 10 ObS 160/21h
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 160/21h
    Vgl
  • 10 ObS 151/21k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 151/21k
    Vgl
  • 10 ObS 144/23h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.01.2024 10 ObS 144/23h
    vgl; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106536

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19960820_OGH0002_010OBS02306_96G0000_001