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Rechtssatz RS0108372×

Rechtssatz RS0108372

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0108372

Geschäftszahl

14Os93/97; 14Os116/97; 14Os131/98; 11Os7/99 (11Os8/99); 15Os64/06k; 13Os130/06a (13Os131/06y); 11Os54/07m (11Os55/07h); 14Os101/07w (14Os102/07t); 12Os5/11v (12Os6/11s, 12Os7/11p, 12Os8/11k)

Entscheidungsdatum

08.03.2011

Rechtssatz

Gemäß Paragraph 494 a, Absatz eins, Ziffer 3, StPO hat das Gericht bei Vorliegen der Voraussetzungen für einen nachträglichen Ausspruch der Strafe (Paragraphen 15, 16, JGG) die Strafe in einem Ausspruch so zu bemessen, wie wenn die Verurteilung wegen beider strafbarer Handlungen gemeinsam erfolgt wäre. Das Gesetz schließt somit für die hier gegebene Fallgestaltung einen nachträglichen Strafausspruch als gesonderte Unrechtsfolge grundsätzlich aus und schreibt insoweit eine von der Fiktion gemeinsamer Aburteilung aller zu ahndenden Taten ausgehende Sanktionsfindung nach den Bestimmungen über das Zusammentreffen strafbarer Handlungen (Paragraph 28, StGB, Paragraphen 21, f FinStrG) beziehungsweise der Zusammenrechnung der Werte und Schadensbeträge (Paragraph 29, StGB) vor. Die gemeinsame Strafbemessung nach Paragraph 494 a, Absatz eins, Ziffer 3, StPO darf demgemäß nur dann zu gesonderten Strafaussprüchen führen, wenn die maßgebenden Vorschriften über das Zusammentreffen strafbarer Handlungen derartige getrennte Strafen vorsehen (WK-StPO Paragraph 494 a, Ziffer 3,).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 93/97
    Entscheidungstext OGH 05.08.1997 14 Os 93/97
  • 14 Os 116/97
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 14 Os 116/97
  • 14 Os 131/98
    Entscheidungstext OGH 13.10.1998 14 Os 131/98
  • 11 Os 7/99
    Entscheidungstext OGH 02.03.1999 11 Os 7/99
    nur: Gemäß § 494a Abs 1 Z 3 StPO hat das Gericht bei Vorliegen der Voraussetzungen für einen nachträglichen Ausspruch der Strafe (§§ 15, 16 JGG) die Strafe in einem Ausspruch so zu bemessen, wie wenn die Verurteilung wegen beider strafbarer Handlungen gemeinsam erfolgt wäre. Das Gesetz schließt somit für die hier gegebene Fallgestaltung einen nachträglichen Strafausspruch als gesonderte Unrechtsfolge grundsätzlich aus und schreibt insoweit eine von der Fiktion gemeinsamer Aburteilung aller zu ahndenden Taten ausgehende Sanktionsfindung nach den Bestimmungen über das Zusammentreffen strafbarer Handlungen (§ 28 StGB) vor. (T1)
  • 15 Os 64/06k
    Entscheidungstext OGH 03.08.2006 15 Os 64/06k
    Auch; nur T1
  • 13 Os 130/06a
    Entscheidungstext OGH 07.03.2007 13 Os 130/06a
  • 11 Os 54/07m
    Entscheidungstext OGH 19.06.2007 11 Os 54/07m
    Auch
  • 14 Os 101/07w
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 14 Os 101/07w
  • 12 Os 5/11v
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 12 Os 5/11v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108372

Im RIS seit

04.09.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19970805_OGH0002_0140OS00093_9700000_001