Rechtssatz RS0116961
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0116961
Entscheidungsdatum
29.07.2021
Rechtssatz
Legt die gegen eine Verurteilung wegen einer gegenüber der angestrebten Fragestellung (hier: nach unqualifiziertem Raub) speziellen Norm gerichtete Fragenrüge nicht dar, warum durch die Unterlassung einer uneigentlichen Zusatzfrage (§ 316 StPO) trotz § 330 Abs 2 erster Satz StPO, welcher es den Geschworenen gestattet, eine Frage nur teilweise zu bejahen und ungeachtet des dem Schwurgerichtshof nach § 317 Abs 2 StPO eingeräumten Ermessens eine der in den §§ 312 bis 317 StPO enthaltenen Vorschriften verletzt worden sein soll, ist sie nicht dem Gesetz gemäß ausgeführt und eignet sich zur Zurückweisung bereits in nichtöffentlicher Sitzung.Legt die gegen eine Verurteilung wegen einer gegenüber der angestrebten Fragestellung (hier: nach unqualifiziertem Raub) speziellen Norm gerichtete Fragenrüge nicht dar, warum durch die Unterlassung einer uneigentlichen Zusatzfrage (Paragraph 316, StPO) trotz Paragraph 330, Absatz 2, erster Satz StPO, welcher es den Geschworenen gestattet, eine Frage nur teilweise zu bejahen und ungeachtet des dem Schwurgerichtshof nach Paragraph 317, Absatz 2, StPO eingeräumten Ermessens eine der in den Paragraphen 312 bis 317 StPO enthaltenen Vorschriften verletzt worden sein soll, ist sie nicht dem Gesetz gemäß ausgeführt und eignet sich zur Zurückweisung bereits in nichtöffentlicher Sitzung.
Entscheidungstexte
- 13 Os 99/02
Entscheidungstext OGH 16.10.2002 13 Os 99/02
- 13 Os 39/04
Entscheidungstext OGH 19.05.2004 13 Os 39/04
- 11 Os 54/04
Entscheidungstext OGH 27.07.2004 11 Os 54/04
Vgl auch; Beisatz: Der Schwurgerichtshof ist nach § 317 Abs 2 StPO berechtigt, im Gesetz namentlich angeführte Erschwerungsgründe, die - wie vorliegend die Begehung der Raubtat unter Verwendung einer Waffe - den Gegenstand einer uneigentlichen Zusatzfrage bilden, in die Hauptfrage aufzunehmen. (T1)
- 15 Os 87/04
Entscheidungstext OGH 11.08.2004 15 Os 87/04
- 14 Os 72/05b
Entscheidungstext OGH 20.09.2005 14 Os 72/05b
Vgl auch; Beis wie T1 nur: Der Schwurgerichtshof ist nach § 317 Abs 2 StPO berechtigt, im Gesetz namentlich angeführte Erschwerungsgründe in die Hauptfrage aufzunehmen. (T2)
- 13 Os 119/05g
Entscheidungstext OGH 14.12.2005 13 Os 119/05g
- 11 Os 125/05z
Entscheidungstext OGH 13.12.2005 11 Os 125/05z
Auch; Beis wie T1
- 13 Os 76/06k
Entscheidungstext OGH 23.08.2006 13 Os 76/06k
- 11 Os 82/06b
Entscheidungstext OGH 26.09.2006 11 Os 82/06b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Nach § 206 Abs 1 StGB bei Hauptfrage nach § 206 Abs 1 und Abs 3 erster Fall StGB. (T3)
- 15 Os 128/06x
Entscheidungstext OGH 12.12.2006 15 Os 128/06x
Beis wie T1
- 13 Os 42/07m
Entscheidungstext OGH 20.06.2007 13 Os 42/07m
- 15 Os 160/07d
Entscheidungstext OGH 10.03.2008 15 Os 160/07d
- 11 Os 61/08t
Entscheidungstext OGH 27.05.2008 11 Os 61/08t
Auch
- 12 Os 33/09h
Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 33/09h
Vgl
- 12 Os 11/09y
Entscheidungstext OGH 23.04.2009 12 Os 11/09y
Auch
- 13 Os 11/09f
Entscheidungstext OGH 16.04.2009 13 Os 11/09f
Auch
- 11 Os 21/10p
Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 21/10p
Auch
- 12 Os 64/21k
Entscheidungstext OGH 29.07.2021 12 Os 64/21k
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116961
Zuletzt aktualisiert am
12.10.2021
Dokumentnummer
JJR_20021016_OGH0002_0130OS00099_0200000_001